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Alle Rezensionen zu Vilddas
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Vilddas
(2000, Wood Productions Wood 024)

Annukka Hirvasvuopios sanft-beruhigende Stimme nimmt uns bei der Hand und führt uns hinein in den jazzgefärbten Vilddas-Folk mit Zeilen wie: »Wenn Du müde vom Lärm bist, höre mir zu, wie ich singe und Dich tröste«. Auf samisch natürlich, denn Annukka stammt aus einer traditionellen Rentierzüchterfamilie. Als studierte Musikerin und im Team mit Oud-Spieler Marko Jouste, Ney-Flötist Mikko Vanhanen und Perkussionist Karo Sampela schnüffelt sie gern in fremden Gärten, die bis in den vorderen Orient reichen.

Ja, richtig gelesen: Zwischen Rentier- und Eichhörnchen-Joiks, zwischen Oden an den die Berghänge entlang fauchenden Nordwind und Lieder über rostiges Treibgut am arktischen Ozean mischen sich beständig arabische Klangfarben, reich verzierte Ornamentik und die tänzelnden Kreise von Schellen und Rahmentrommel. Was unvereinbar scheint, harmoniert überraschend gut. Und so kann man sich durchaus vorstellen, dass diese betörende Sängerin im gut beheizten Lavvuu ihre Bauchtanz-Fertigkeiten perfektioniert. (peb)



Siehe auch:
Verschiedene: Tervetuloa Kioskiin Vol.3

 Vilddas: Vilddas

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.vilddas.net

   

Háliidan
(2003, Wood Productions Wood 033)

Habe ich wirklich eine CD aus Nordfinnland eingelegt? Eine Ney-Flöte bläst ornamentale Melodien zu einem türkisch-arabischen Groove-Fundament. Doch dann beginnt Annukkas samischer Gesang; Oud, Violine, Bass und Drums stützen und kontrastieren die eigenartig morgenländisch-nordische Atmosphäre. Das finnische Sextett hat seinen geografischen Brückenschlag – vertont als ungewöhnlichen Folk-Jazz – mittlerweile wirklich bis zur Perfektion entwickelt.

Und dennoch will sich weder Faszination noch Begeisterung in dem Maße einstellen, wie das beim Debüt der Fall war. Zu vorhersehbar und vor allem zu monoton winden sich die Melodien um die wiegende Begleitung von Oud, Klarinette und Rahmentrommel. Ein hörenswerter Crossover bleibt's trotzdem, und nicht vorenthalten will ich zum Schluss Annukas bezaubernde Unterschrift im Begleitbrief.

(peb)



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