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Alle Rezensionen zu Svein Rikard Mathisen
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Copenhagen Diaries
(2015, Curling Legs/Musikkoperatørene CLP CD 150)

Auf seiner Facebook-Seite ist zu lesen, dass der Jazzgitarrist Svein Rikard Mathisen Bergen als seine Heimatstadt ansieht, wo er derzeit auch lebt. Anhand seiner Debüt-CD würde man das nicht vermuten: Das Stück »Hedmark« deutet an, dass er aus dem Bundesland im Nordosten Oslos, genauer gesagt aus Brumunddal am Mjøsa, Norwegens größtem Binnensee, stammt. Das Album indes versteht sich als »Tagebuch« seiner fünf Lehr- und Lebensjahre in der dänischen Hauptstadt, wo er bei Django Bates und Lage Lund studierte. Entsprechend spielte Mathisen die neun Nummern im beliebten Kopenhagener Jazzstudio »The Village« ein, um es über das Osloer Label Curling Legs zu veröffentlichen.

Verglichen mit anderen Gitarristen Norwegens bevorzugt er einen eingängigen Stil, der nicht aus Klang- und Genreexperimenten, sondern aus dem melodiebetonten Modern Jazz gespeist wird. Dazu stellte er sein Quartett mit zwei Schweden, dem Pianisten William Larsson und dem Bassisten Paul Hinz, sowie dem Dänen Andreas Fryland am Schlagzeug zusammen. Mathisens teils komplex und in großem Bogen ausgespielte Kompositionen weisen ihn als findigen, in Details auch ungewöhnlichen Musiker aus. So entschied er sich, für die beiden längsten Stücke Aske Drasbæk am Altsaxofon und den textfreien Gesang Maylen Rustis in seine Arrangements einzuflechten. Stärkste Konstante ist indes sein wendiges melodisches Zusammenspiel mit Larsson, das immer wieder zu geschickten Harmonien führt. Was, auch mit den erfrischend komplexen Rhythmen, oft ganz leicht wirkt, dürfte Freunde ambitionierter Jazzgitarrensongs große Freude bereiten. (ijb)



Siehe auch:
Morten Haxholm Quartet
Paul Hinz mit Malene Mortensen
Andreas Fryland mit Søren Gemmer
Ninjabeat

Svein Rikard Mathisen: Copenhagen Diaries

Audio-Link Offizielle Website

Offizielle Website      www.sveinrikard.com

   

Monsters
(2017, Curling Legs CLP CD 160)

Auf seinem Zweitling hat der norwegische Gitarrist Svein Rikard Mathisen sein Somebody’s Quartet so belassen wie es sich bei der Debut-CD und den darauf folgenden Tourneen bewährt hat. Lediglich ein anderer Gast wird begrüßt: Erik Kimestad Pedersen spielt auf zwei Stücken Trompete.

Musikalisch sind die »MONSTERS« die Fortführung der Kopenhagener Tagebücher: Klug konstruierte Stücke mit komplexen Harmonien. »Prague« gefällt besonders mit schöner Melodie, getragen vom Trompeter. Im richtig starken Titelstück »Monsters Playground« kann man zunächst fast kleine Trolle umherwuseln hören – fürchten muss man sich nicht. Im Verlauf des Stückes lässt Mathisens verzerrte Gitarre die Trolle wachsen – da verstecken wir uns ganz schnell unter dem Tisch! Bestes Stück ist das abschließende lange »The Man In The Fridge« mit schönen Melodiebögen und viel Dynamik. Bemerkenswert ist auch das Cover, da beweist Svein Rikard Mathisen eine schöne Portion feinsinnigen Retro-Humor. (tjk)



Siehe auch:
Erik Kimestad Pedersen



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