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Alle Rezensionen zu Futuregrapher
(Genre »Beats«, Land »Island«)

 

Skynvera
(2014, Möller Records Helga027)

Als Mitgründer von Möller Records und Teil des Weirdcore-Kollektivs steht Árni Grétar in direkter Traditionslinie von Biogen, dem in den Neunzigerjahren in Island einflussreichen Musiker und Labelmacher Sigurbjörn Þórgrímsson. Man kann seinen Einfluss (und den des 1990er-Techno) in diesem Album deutlich hören, da »SKYNVERA« zu einem guten Teil auf mittlerweile altmodische Sounds und Klangtexturen baut. Allerdings franst die Platte zu allen Seiten hin aus, wie ein Energiebündel, das nicht stillhalten kann. Die Sprunghaftigkeit der 12 Tracks hat eine sehr spielerische , spontane Qualität, wie bei AFX und seinen Rephlex Records, doch hört man die viele Studioarbeit ebenfalls heraus.

Hinter dem Albumtitel »SKYNVERA« verbirgt sich eine Art Selbstporträt, wie das Covermotiv deutlich unterstreicht. Das ebenso in sich ruhende, halb auf den nächsten Moment gefasste Foto von Grétar setzt sich von den gesichtslosen Designs ähnlicher IDM-Alben ab, obwohl die Musik selbst in maximal von unpersönlichen Computerstimmen bevölkerten Tracks zwischen Acid, Techno und auch mal Ambient changiert. Die Titel versprechen persönliche Geschichten (»Liebe ihn
«, »Val Kilmer berührt mich«, »Änderte ihr Profilbild
«), bleiben für den Hörer jedoch kryptisch. Erst zum Ende, in »Ray’s Pizza« hören wir Steinunn Eldflaug (DJ Flugvél) über Kindheit sprechen. »SKYNVERA« ist eine holperige Reise in die Vergangenheit, ins 20. Jahrhundert. (ijb)



Siehe auch:
Jón Ólafsson & Futuregrapher
Biogen, AFX
Stereo Hypnosis

 Futuregrapher: Skynvera

Offizielle Website

Offizielle Website      http://futuregrapher.is



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