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Verschiedene
(Genre »Beats«, Land »Grenzgänger«)

 

трип 020 »Don’t Mess With Cupid, 'Cause Cupid Ain’t Stupid.«
(2018, Trip TRP020 2x12"/DL)

Zwanzig Releases hat Nina Kraviz' Label трип nun bereits erreicht, und das neue Gatefold-Doppel-Vinyl der von ihr so gewohnt klug wie einzigartig kuratierten Reihe erweist sich wie einige der Vorgänger als eindrucksvoller Höhepunkt ihrer Tätigkeit – und dessen, was im Techno-Genre heute möglich ist, um inmitten hunderter irgendwie ähnlicher Veröffentlichungen Akzente zu setzen. Auch wenn diesmal der Fokus auf teils eher rasanten Tracks, bis hin zu Gabber der altmodischen Art liegt, und dieses Album damit sicher den einen oder anderen auf dem falschen Fuß erwischen wird: Kraviz bzw. трип bleibt ihrer ganz eigenen, kompromisslosen Welt treu. Denn auch diesmal werden elektronische Sub-Genres zwischen den 1990ern und der Gegenwart in Form von Entdeckungen und exklusiven Beiträgen unter die Lupe genommen.

Kraftvoll sind die minimalistischen, acid-beeinflussten Techno-Tracks von DEKA und Exos, denen man beiden gerne in künftigen DJ-Mixes wieder begegnen würde. Noch mehr 90s und Acid ist da nur das völlig aus der Zeit gefallene, hyperaktive »15 c7« von Universal Indicator, einem zwanzig Jahre lang inaktiven Alias von Richard D. James, sonst bekannt als Aphex Twin. Ein weiterer Producer aus den Neunzigern, Marc Acardipane aka Pilldriver aka Mover, trumpft mit 165bpm-Hardcore auf, bevor Roma Zuckerman eine schöne Ambient-Pause einlegen darf.

Die übrigen der zehn Beiträge sind weniger klar kategorisierbar, überraschen mit Haken und Kanten zwischen den Stühlen. PTU setzen mit »Castor and Pollux« fort, was sie auf ihrem letztjährigen Neo-IDM-Minialbum »A Broken Clock Is Right Twice A Day« boten: spielerischen Genremix-Surrealismus; und auch Bjarki bietet einer seiner gewohnt unkategorisierbaren Fantasy-Nummern, hier mit wild verfremdetem Vokal-Sample, was eine geschickte Fortsetzung im folgenden Höhepunkt «I want to be a stewardess« von Shadowax findet, welches mit seinem abstrusen Ideen-Mix »auf dem Papier« einfach nur alberner Unfug ist – man muss es selbst hören (und entweder begeistert sein oder als Albernheit abtun). Die (Label-)Chefin und Kuratorin selbst macht den Abschluss mit einem drei Minuten kurzen Track, dem man anhört, dass es ihr einigen Spaß bereitet hat, mal etwas (für sie) ganz Untypisches produzieren, doch essentiell oder memorabel ist er ebenso wenig wie Biogens etwas überraschungsarmer IDM-Track »Hexagraphic«, der das Album eröffnet. (ijb)



Siehe auch:
Bjarki
трип 005
трип 006
трип ‎008

 Verschiedene: трип 020 »Don’t Mess With Cupid,

Offizielle Website

Offizielle Website      www.facebook.com/triprecordings



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