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Alle Rezensionen zu Soup
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

The Beauty Of Our Youth
(2013, Crispin Glover Records/Stickman SOUP1CGR046)

Nordische Melancholie, ein Hang zum Prog Rock, und noch viel mehr! So viel, dass ein Fan auf der Homepage jubiliert: »Die Melodien auf diesem Album, zusammen mit der wundervollen und engelsgleichen Stimme des Sängers führen Dich direkt in den Himmel« - ganz so schnell geht das dann doch nicht: Verspielte Pianopassagen werden von Gitarrenwänden zertrümmert, der Bass donnert im Keller, Chöre ertönen im Oberstübchen – Verzeihung: im Obergeschoss, hier und da weht dann wieder ein Hauch Grieg vorbei, zarte akustische Gitarren tragen schöne Gesangsmelodien.

Soup (ob der Name hier Programm ist?) schaffen den scheinbar unmöglichen Spagat zwischen Motorpsycho und Barclay James Harvest, andere Einflüsse sind Pink Floyd, Mogwai und Sigur Ros. Soup ist die Band von Sänger und Keyboarder Erlend Viken, der in diversen Trondheimer Bands mitspielte und die Musikszene der Stadt mitprägte. Wie auch immer: Soup gelingt hier ein Album mit sehr schönen Momenten, mit langen Längen und nervigen Albernheiten, mit lieblichen Melodien und altbackenem Art Rock und epischem Feen-Geklimper in Moll, und wahrscheinlich noch mit viel mehr. Aber das liegt im Ohr des Betrachters, oder wie man das sagt. (tjk)



Siehe auch:
Motorpsycho

 Soup: The Beauty Of Our Youth

Offizielle Website

Offizielle Website      http://soupband.com

   

Live Cuts
(2018, Crispin Glover Records/Stickman CD/LP/DL)

Mit »LIVE CUTS« legen Soup im 15. Bandjahr eine Art »halbes« Livealbum vor, das ganz bewusst nicht als großes Statement, sondern eher als »Stop-Gap«, als Fan-Souvenir angelegt ist: fünf Stücke (davon drei vom jüngsten Album »REMEDIES«), zusammen eine gute Dreiviertelstunde lang, also eine halbe Konzertlänge, zudem (zumindest in der CD-Version) in einer lapidar simplen Papphülle (als eine Art »Mini-LP« also vielleicht eher eine EP?) veröffentlicht. Neue Hörerkreise werden damit eher nicht erschlossen, doch scheint dies auch gar nicht das Bestreben der norwegischen Progressive- bis Art-Rocker zu sein.

Live erinnern Soup mit ihren teils epischen Stücken gleich noch einmal mehr als die guten alten Pink Floyd und ihre im Mysteriösen mäandernden Trips. Wie die erfolgreichen englischen Vorbilder lässt sich (und somit das Publikum) auch die Band um Erlend Viken mit stimmungsvollen und oft ruhigen, elektronisch aufgeladenen Traum-Rocknummern treiben, bevor der Begirff Ambient überhaupt gefunden war - nur um beizeiten die Zügel kraftvoll anzuziehen. Melancholie Deluxe, jedoch ohne den oftmals genretypischen, mit düsteren Wolken überladenen Weltschmerz. Außerdem punkten Soup mit gesundem Abwechslungsreichtum; der kürzeste Song »Whore« ist da vielleicht der Höhepunkt, denn hier geht es mal eindrucksvoll, sogar ein wenig experimentell zur Sache, so dass ein Konzertalbum hier wirklich Sinn macht. (ijb)



Siehe auch:
Motorpsycho

   

Remedies
(2017, Crispin Glover Records SOUP2CGR073)

Nach erhabenen Gefühlen streben, ohne dabei in seichte Gewässer abzutreiben: Keine einfache Aufgabe, das! Soup huldigen auf ihrem bereits siebten Album »REMEDIES« der angedüsterten Variante des klassischen 70er-Progressive Rock. Bauen himmelhohe Spannungsbögen auf, verlieren sich in endlos ausufernden Klangmustern und lassen den erdenschweren Alltagsballast leichtfüßig hinter sich. Die Band um Mastermind Erlend Viken hat beim Siebtling mit dem Mogwai-Produzenten Paul Savage zusammgearbeitet. Von der heftigen Melancholie der berühmten Schotten sind bei den Musikern aus Trondheim aber nur Spuren zu finden. Hier richtet sich der Kompass in Richtung gehobenes Pathos aus.

Soup haben keine Angst vor zu viel Gefühl: Die Kirchenorgel, die den kurzen Track »Audion« prägt, klingt unverhohlen majestätisch. Der Opener »Going Somewhere« schnuppert fast schon barockpoppige Luft und flirtet mit dem Schaffen von Barclay James Harvest. Die Norweger können aber auch anders, viel lyrischer, wie sie im gitarrenflirrenden Dreizehnminüter »Sleepless« beweisen. Kann schon sein, dass man beim Hören dieses Albums eine gewisse Sehnsucht entwickelt: Nach einer schöneren, besseren Welt. (emv)



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