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Alle Rezensionen zu Esa Pietilä
(Genre »Jazz«, Land »Finnland«)

 

Times And Spaces
(2 CDs, 2016, Eclipse Music ECD201637)

Esa Pietilä steht wie ein Monolith in oder vielmehr am Rande der finnischen Jazz-Szene, letzteres vor allem weil er sehr viel solo spielt – womit tatsächlich Solokonzerte gemeint sind und nicht unendliche Chorusse über »Autumn Leaves« oder ähnliches. Er hat ein reguläres Trio und die grandiose Band Liberty Ship mit den Könnern Rissanen, Lötjönen und Louhivuori. Darüber hinaus bewegt er sich gerne in ganz anderen Fahrwassern, sprich komplett freier Improvisation einerseits und zeitgenössischer klassischer (natürlich: ein Widerspruch in sich) Musik andererseits. Für Pietilä wurden Saxophonkonzerte geschrieben, beispielsweise eines von Eero Hämeenniemi, das er mit dem Weltstar Esa-Pekka Salonen am Dirigentenpult aufnahm. Selbstverständlich absolvierte auch er die Sibelius-Akademie, später studierte er bei Dave Liebman. »TIMES AND SPACES« ist weder seine erste Solo-CD noch sein erstes Doppelpack – der Mann macht keine halben Sachen. Recht hat er!

»TIMES« ist die erste CD dieses Doppelpacks: Pietilä ist ausschließlich und ganz allein am Tenorsaxophon zu hören. Aufgenommen in einer Kirche klingt sein Horn mit natürlichem Hall sehr voluminös. Pietilä spielt mit Kraft und Seine Stücke – oder besser: Improvisationen – sind keine Sekunde langweilig oder nervig. Pietilä lotet die ganze Bandbreite der Klänge seines Instruments aus, er spielt mal sehr melodisch, mal berauscht er sich und den Zuhörer schlicht an den Sounds seines Instruments.

Noch spannender und faszinierender ist die zweite Scheibe, »SPACES« betitelt. Esa Pietilä begleitet sich hierbei an Live-Electronics, die er mittels Bewegungssensoren und allerhand anderer Steuerrungen zum Klingen und zu einer großen Variation von Klängen bringt. Auch hier sind ganz verschiedene klangliche und strukturelle Ansätze hörbar: In »Slap The Space« beginnt er mit Atemstößen, die ohne Töne rein perkussiv wirken. Es entsteht ein veritables Universum an Klängen, perkussiv und/oder flächig, besonders »Mountain Space« wirkt wie mit einer Kirchenorgel. Seine Ideen scheinen unerschöpflich, man könnte ihm glatt noch eine CD zuhören. (tjk)



Siehe auch:
Aki Rissanen
Olavi Louhivuori
Eero Hämeenniemi

Esa Pietilä: Times And Spaces

Offizielle Website

Offizielle Website      http://esapietila.com



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