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Alle Rezensionen zu Elifantree
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Movers and Shakers
(2015, Eclipse Music ECD-201529)

Das Trio aus Anni Elif Egecioglu (Gesang, Cello usw.), Pauli Lyytinen (Saxofon, Effekte, Synthesizers etc.) und Tatu Rönkkö (Schlagzeug/Perkussion; inzwischen durch Olavi Louhivuori ersetzt) arbeitet zwischen Helsinki, Göteborg und Berlin und ist der Inbegriff eines multikulturellen zeitgenössischen Ensembles, das überall zu Hause ist. Sie nennen sich Elifantree, was ein wenig ungreifbar klingt, und auch ihr Albumcover hinterlässt einen sehr undefinierbaren Eindruck, zumal auch der Bandname ebenso schwer lesbar wie der Gesang in ihren Liedern verständlich ist; man wundert sich, in welcher Sprache hier gesungen wird, obgleich die Texte doch in englisch abgedruckt sind.

Dabei ist die Musik durchaus originell, vor allem die Instrumentierung und die Arrangements. Hier und dort fühlt man sich aufgrund der Stimme sehr an Kate Bush erinnert, kombiniert mit einer ordentlichen Portion Elektropop, teils tanzbar - oder zumindest gibt es dancefloor-orientierte Rhythmen mit Synthiemelodien wie in den Achtzigern. Die erste Hälfte der CD geht noch flotter vonstatten, dann gibt es, mit »Flood I« und »Act of Will« im Mittelteil etwa, recht komplexe Stücke, die mehr in die Jazzecke gehen, und in der zweiten Hälfte kommt »MOVERS AND SHAKERS« zunehmend zur Ruhe. Schade nur, dass die Songs einfach nicht greifen wollen. Dabei haben sich Elifantree in der Umsetzung so viel Mühe gegeben mit ihrer künstlerisch eigenwilligen Vision von Popmusik. (ijb)



Siehe auch:
Pauli Lyytinen
Olavi Louhivuori
Drifter
Equally Stupid

 Elifantree: Movers and Shakers

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.elifantree.com

   

Anemone
(2018, Eclipse Music ECD 201860)

Elifantree sind unfassbar gut geworden, ihr Sound ist mittlerweile extrem eigenständig und fast wie von einer anderen Welt! Vieles ist geblieben, verglichen mit »MOVERS AND SHAKERS«: Natürlich Anni Elif (auf den Nachnamen verzichtet sie inzwischen) und Pauli Lyytinen; Olavi Louhivuori ist als Drummer nun festes Mitglied. Auch die Originalität hinsichtlich Songs und Arrangements: das Trio changiert zwischen Synthie- bzw. Elektro-Pop, an Kate Bush erinnernden Vokalinszenierungen, jazzigen Anklängen und ambitionierten Spielereien – oder zwischen improvisierter und progressiver Musik, wie das Trio aus Helsinki seinen Sound selbst beschreibt.

Aber es zündet! Fast immer und in fast jedem Track, und Elif und Lyytinen schreiben manch wunderschöne Melodie und setzen diese phantasievoll in Szene. Manchmal driften sie auch auf »ANEMONE« scheinbar in höhere Sphären wie im fast siebenminütigen »I Love You«, wo sich die Synthies gegen Ende richtig steigern. In »Nana« mäandert Lyytinens Saxophon durch einen klanglichen Sumpf, bis Anni Elifs Stimme(n) ihn herauszieht. »Thunder« bleibt fast stehen, über ganz sparsame Drums und Sounds konterkariert Lyytinen mit wenigen Tönen die schütteren Verse der Sängerin – ganz großes Kino! Mit einem unendlich erscheinenden Arsenal an Klängen lassen Elifantree diese CD blubbern, sprudeln, zischen und schmatzen – es ist ein Traum! (tjk)



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