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Alle Rezensionen zu Thomas Charlie Pedersen
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

Second Hand War
(2016, Karmian Records)

Man stellt sich Thomas Charlie Pedersen gerne als sympathischen Träumer vor, der wie Huckleberry Finn in einem kleinen Bötchen liegt und sich gemächlich von den glucksenden Wellen ins Wunderland treiben lässt. Der dänische Musiker schwelgt auf »SECOND HAND WAR« in sanften Tönen zwischen naivem Folk und harmoniesüchtigem Pop. Das klingt so, als ob Paul McCartney, John Denver und Bert Jansch Händchen hielten. Ein gefühlvolles Banjo puckert, ein empfindsames Piano schwelgt und darüber liegt die schmeichelnde Stimme des dänischen Barden, den wir bislang vor allem als Akteur bei den Weltverbesserer-Rockstern Vinyl Floor kennen. Heimelig geht es hier zu, sehr heimelig! Und so schippern wir mit Herrn Pedersen tiefenentspannt in Richtung schöne heile Welt.

Aber bei aller Sympathie für alle naiven Weltverbesserer: Gar zu harmlos kommen diese Tracks daher. Keine Reibeflächen, nirgends. Und zitiert der Musiker beim sakral angehauchten »The Harder The Fall« tatsächlich den Weihnachtsklasiker »Oh Tannenbaum«? Oh Wonnegraus! Unbestrittener Albumhöhepunkt ist das wundervoll nachdenkliche »Kill With Kindness«. Denn ansonsten ähneln sich diese balladigen Schmusesongs bis zur Austauschbarkeit. Man mag fast die Räucherkerzen anzünden. Und irgendwann selig in ein Nickerchen versinken. Diese hemdsärmeligen Töne eigenen sich bestens für alle, die noch an das Gute im Menschen glauben. Träumt weiter. (emv)



Siehe auch:
Vinyl Floor

Thomas Charlie Pedersen: Second Hand War

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.facebook.com/thomas.c.pedersen

   

Daylight Saving Hours
(2020, Karmanian Records)

Es mag vielen Singer-Songwriter-Fans nicht gefallen, aber Faktum ist: Es gibt einfach zu viele Klampfer auf der Welt. Zu viele nachdenkliche junge Männer, die im stillen Kämmerlein sitzen und tiefen Gedanken nachhängen. Aber es gibt nur ganz, ganz wenige, die das Zeug zu einem neuen Paul Simon, Leonard Cohen, Cat Stevens oder einer Tracy Chapman haben. Thomas Charlie Pedersen gehört mit seinem zweiten Solo-Album »DAYLIGHT SAVING HOURS« mit Sicherheit nicht dazu. Obwohl die Songs abwechslungsreicher arrangiert sind als noch auf dem Erstling: Wirklich hängenbleiben will keiner dieser 14 Tracks. Und spätestens nach zehn Minuten stellen sich Ermüdungserscheinungen ein, weil der Däne im Grunde immer das gleiche Lied singt.

Unausgereift und allzu sehr im Do-It-Yourself-Modus gefangen: Pedersen, im Hauptberuf Sänger der dänischen Indie-Rocksters Vinyl Floor, legt also ein Album im Stil eines Demo-Tapes vor, dass er mit seinem Bruder Daniel im trauten Heim im Kopenhagener Alternativ-Viertel Nørrebro aufgenommen hat. Auch stimmlich weiß der Mann nicht zu überzeugen. Manche Klampfer sollten einfach nur im Freundeskreis muszieren. Der Welt würde nichts fehlen. Oder ganz einfach über Karrierealternativen nachdenken: Wenn man den Lyrics aufmerksam lauscht, dann hätte Pedersen durchaus das Zeug zum Poeten. Bitte das nächste Mal einen Gedichtband vorlegen! (emv)



Siehe auch:
Vinyl Floor



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