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Alle Rezensionen zu Reidar Jensen
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Silent Travelling
(2016, Sena)

Lebenskluge, angenehm zurückgenommene Singer-Songwriter-Sounds für Erwachsene: In einer Welt des lärmenden Jugendkults ist es eine Wohltat, einem Musiker zu lauschen, der seine Zwischentöne beherrscht. Und nicht dick auftragen muss, um zu beeindrucken. Reidar Jensen aus der norwegischen Hafenstadt Bergen braucht auf seiner in sanften Blau-Grün-Tönen gehaltenen EP »SILENT TRAVELLING« nicht viel. Wandelbare Stimme, sensible Gitarre und feine Arrangements. Und zieht vor allem mit seinen Geschichten in den Bann. Der Musiker hat mehrere Leben gelebt, unter anderem als lnvestmentbanker und IT-Spezialist. Dass Liebesgeschichten nicht mit »und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende« funktionieren, ist eine Allerweltsweisheit. Und wenn man Songs wie »Rainy Day« lauscht, dann versteht man, dass eine gewisse Demut angesagt ist, wenn man jahrzehntelang gemeinsam durchs Leben geht.

Stimmlich erinnert der Mitsechziger sehr an Kurt Wagner von Lambchop. Der ebensowenig ein großes Aufsehen um seine Person macht. Ein Hauch von Americana-Poesie trabt wie ein treuer Gaul durch dieses Album. Die Slide-Gitarre seufzt, das einsame Piano perlt. Zu den großen Vorbildern des Norwegers gehören unüberhörbar Bob Dylan und James Tayler. Sich trotz mancher emotionaler Blessuren nicht beirren lassen und einfach man selbst bleiben: Reinar Jensen macht mit kleinen, lebensbejahenden Hymnen wie »Silent Love Song« vor, wie das geht. Und fordert uns dabei implizit zu Gelassenheit und zur Entschleunigung im Alltag auf. Lebenspraktische Ratschläge, das! (emv)

Reidar Jensen: Silent Travelling

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.reidarjensen.com/



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