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Alle Rezensionen zu Moneybrother
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Blood Panic
(2004, Burning Heart BHR 172)

Das ist frech. Frech und gut, wenn Moneybrother alias Anders Wendin fröhlich-sonnigen Eighties-Pop aus dem Herzen schüttet und das Ganze nach soulig-atemlosen Oldies von Joe Strummer, Van Morrison und Joe Jackson klingt. Inklusive aller nötigen Zutaten: süffige Streicher, schmetternde Bläser, klimperndes Piano und jede Menge Chöre von lalala und schubidu bis yeah-yeah-yeah.

Selbst Marvin Gayes Eunuchen-Soul feiert der Netzhemd-Schwede lustvoll ab, und »Reconsider Me« – in Schweden DER Sommerhit 2003 – komt als charmante Fassung des frühen Bruce Springsteen daher. Überarrangierter Kitsch? Mag sein. Aber einer der wenigen Fälle von Kitsch, die daran erinnern, dass auch die 80er Jahre musikalisch ihr Gutes hatten. Und ein weiteres Beispiel für die inzestuöse Musikszene Schwedens: Produzent Jari Haapalainen werkelt mit dem Bear Quartet; einige Musiker spielen bei Soundtrack Of Our Lives. (peb)



Siehe auch:
The Bear Quartet
The Soundtrack Of Our Lives
Verschiedene: Heartattack
Club Killers

 Moneybrother: Blood Panic

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.moneybrother.net

   

Mount Pleasure
(2007, Columbia/Sony BMG 88697 13325 2)

Vielleicht hat man es in der Musikwelt geschafft, wenn man sich einen eigenen Trademark-Sound zugelegt hat. Der möglicherweise nicht originär ist und wie ein Patchwork zusammengestickt wurde, aber an deren Ursprünge sich unter der jüngeren Zielgruppe kaum jemand erinnern kann. Anders Wendin hat es geschafft. Er ist der Soulpopper des Nordens. Die Saxophon-Staffage gehört dazu, das hoch aufgetürmte Instrumentarium und vor allem die schmachtende Stimme mit dem verschmitzten Schmelz.

»MOUNT PLEASURE« mag zwar kaum neue Facetten enthüllen, beruft sich aber auf bekannte Stärken. Willkommen heißende Melodien, fröhliche Uptempo-Racker und tiefsinnige Balladen wie das im Duett mit Ane Brun eingespielte »It Might As Well Be Now«. Etwas positiver frisiert und etwas geglätteter abgemischt als die bisherigen Indie-Produktionen fehlt lediglich etwas Charme, um zu den Vorgängern vollends aufzuschließen. (maw)



Siehe auch:
Ane Brun

   

To Die Alone
(2005, Burning Heart BHR 194-2)

Nein, mit den Frauen will es auch im zweiten Anlauf nicht recht klappen. Schon wieder verdunkeln sich die Wolken am Beziehungsfirmament, wird das Herz zu einem riesengroßen Vakuum. Seufz.

Ein Schelm gar, der dem wehrten Herrn Geldbruder unterstellt, vorsätzlich eben diese zutiefst frustrierenden Gefühle gravitätisch und mit ordentlich Pathos abzufeiern. Nur, weil in jede Ritze noch immer mindestens zehn Streicherpaare, ach, gar vier komplette Orchester passen? Dabei ist die Entwicklung zum Erstling eher marginal: Mit seelenreichem Pomp, Kitsch und großen Gesten inszeniert er durchaus berührend erstklassigen Pop. Nennt ihn Mr. Grandezza, Mr. Liebeskummer oder eben doch Mr. Schmachtfetzen. Die endgültige Entscheidung liegt bei euch! (maw)



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