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Alle Rezensionen zu Snorre Kirk
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

Beat
(2018, Stunt/Sundance STUCD 18142)

Manchmal klaffen Optik, Name und Inhalt sehr weit auseinander – Snorre Kirk sieht nicht nur unverschämt gut aus, er wirkt auch wie eine extrem coole Socke, dazu der Albumtitel »BEAT« – da denkt doch jeder, er würde auch extrem coole Musik machen, vielleicht noch futuristischer als Kamasi Washington oder Christian Scott oder wie die Jazz-Hipster alle heißen. Und dann: Das ist ja Swing, zumindest fast, aus der Mitte des letzten Jahrhunderts!

Aber langsam, es gibt nämlich überhaupt keinen Grund zu meckern: Der Opener »Exotica« würde auch prima in die Bar-Szene von »Casablanca« passen, so »Caravan«-like trappelt er daher. Eigentlich muss man den dänischen Schlagzeuger und Komponisten sogar dafür mögen, dass er antiquierte Musik quasi wiedererweckt und ihr neues Leben einhaucht. Snorre Kirk hält eisern an einer Jazz-Form fest, die sich im (einstigen) Spannungsfeld von Swing zu Modern bzw. Bebop befindet. Exemplarisch hierfür steht der Blues »18th & Vine« – mit gut zweieinhalb Minuten hält sich Kirk auch an die noch früher aufnahmetechnisch mögliche Länge.

Seine Mitmusiker sind Jan Harbeck (Tenorsax), Klas Lindqvist (Altsax und Klarinette), und Tobias Wiklund am Kornett, dazu sitzt Magnus Hjorth am Piano, steht Lasse Mørck am Kontrabass. Snorre Kirk swingt wie üblich prächtig, ohne sich arg in den Vordergrund zu trommeln – sehr angenehm. (tjk)



Siehe auch:
Jan Harbeck
Tobias Wiklund
Sidsel Storm

Snorre Kirk: Beat

Offizielle Website

Offizielle Website      snorrekirk.dk

   

Europa
(2016, Calibrated/Membran CALI 144)

Als »modern, klassisch, zeitlos« apostrophiert das Presseinfo die Musik von Snorre Kirk, der sich als Schlagzeuger inzwischen in die erste Liga seiner Heimat Dänemark gespielt und nicht nur mit Diane Schuur, Jesper Thilo und Sidsel Storm gearbeitet hat. Sein Erstling unter eigenem Namen, »BLUES MODERNISM« erhielt gleich einen »Jazz Special Award«. Mit »EUROPA« (in Dänemark bereits 2015 erschienen) bleibt er auf seiner Route.

Kirk hat sich eine Nische geschaffen, eine Art vorwärts gewandter Retro-Sound. Er ist in klassischen Jazz-Strukturen zuhause, »Coco« atmet 30er Jahre-Luft, wie auch »Art Nouveau« oder »St. Germain-des-Prés« an Modern Jazz des Paris der 50er/60er-Jahre erinnern. Sehr geschmackvoll und luftig ist das von Kirk selbst komponiert und arrangiert, fast schnörkellos, und sehr charmant. Seine Begleiter sind Tobias Wiklund am Kornett, die Saxophonisten Jan Harbeck und Oilly Wallace, Magnus Hjorth am Piano und Lasse Mørck am Bass. Das beste Stück ist das letzte, der Blues »New Traditional«. Kirk versteht sich selbst als nostalgisch-modernen Jazz-Romantiker – dem ist nichts hinzuzufügen. In der richtigen Stimmung ist Snorre Kirks Musik eine feine Sache, andernfalls schaltet man auch ganz schnell wieder aus. (tjk)



Siehe auch:
Magnus Hjorth



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