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Alle Rezensionen zu Many Voices Speak
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Away For All Time
(2016, Stranger Candy/Believe Digital)

Beide wohn(t)en der kleinen schwedischen Industriestadt Borlänge, aber das ist schon die einzige Gemeinsamkeit, die Matilda Mård und Mando Diao teilen. Lärm machen und Abrocken ist für die junge Chanteuse, die unter dem Namen Many Voices Speak antritt, eine No-Go-Gegend. Ganz im Gegenteil: Miss Mård pflegt auf ihrer Debüt-EP »AWAY FOR ALL TIME« den verträumten Mädchen-Elektropop. In ihrer Welt entschleunigen sich die Dinge auf federleichte Weise. Songs wie das hauchzarte Titelstück nähern sich sogar mit Babyschritten dem Chanson an, wenn es um die Beschreibung fragiler Seelenzustände geht. Feine Gitarrentupfer und die helle, klare Stimme der Sängerin sind die Konstanten in dieser sanften Pastellfarbenwelt.

Während Mando Diao der Enge ihrer Heimatstadt Borlänge nicht schnell genug gen Stockholm entkommen konnten, ist Matilda Mård aus der schwedischen Hauptstadt in die Provinz gezogen, wo sie fern allen Erwartungsdrucks werkeln konnte. Ihr künstlerisches Erweckungserlebnis hatte sie ausgerechnet in einer Karaoke-Bar in Borlänge! Die Single »Video Child« jedenfalls ist ein verhalten euphorisches Stückchen Sehnsuchtspop, in dem edel schmachende Synthies eine Stimmung taubengrauer Zärtlichkeit erschaffen. Und wenn dann die Bläser einsetzen, hach! (emv)



Siehe auch:
Mando Diao

 Many Voices Speak: Away For All Time

Offizielle Website

Offizielle Website      manyvoicesspeak.com

   

Tank Town
(2018, Strangers Candy/popup records/Soulfood)

Französische Leichtigkeit trifft nordische Nachdenklichkeit: Interessante Kombination! Many Voices Speak alias Matilda Mård wagt sich auf ihrem Debütalbum »TANK TOWN« heraus aus ihrer introvertierten Grübler-Ecke und nimmt in Songs wie dem feinen »I Saw You« Fahrt in flottere Pop-Gefilde auf. Aber keine Angst, von ihrem Markenzeichen, der anmutigen Verträumtheit, hat sich die junge Schwedin noch lange nicht verabschiedet!

Miss Mård, die den Trend zurück in die Provinz schon seit einiger Zeit vorweggenommen hat und von Stockholm in die bröckelnde Industriestadt Borlänge gezogen ist, scheint in den ruhigen, veträumten Gewässern viel eher bei sich als bei den poppigeren Tracks. Bisschen Lebenshilfe hat sie in Songs wie dem von einer sehnsüchtigen Gitarre umschmeichelten »Chances« für alle Außenseiter dieser Welt auch noch parat. Ach liebe Mathilda, diese Allerweltsweisheiten wie »being a misfit is just a sign that you’re too far from the place where you feel at home« hast du doch gar nicht nötig. Viel lieber lauschen wir deinen rauchzarten Songs einfach so und fühlen uns auf sanfte Weise getröstet. (emv)

Audio-Link



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