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Alle Rezensionen zu Knut Riisnæs Quartet
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

2nd Thoughts
(2016, Losen Records/In-Akustik LOS 146-2)

Knut Riisnæs gehört definitiv nicht zu den Musikern, die einen »norwegischen Klang« pflegen, wenn es denn einen solchen überhaupt gibt – er gehört zu den eher raren Bebop-Jazzern des Landes. Der Tenorsaxophonist, Jahrgang 1945, hat in seiner Karriere mit sehr vielen bedeutenden Musikern (u.a. Karin Krog, Arild Andersen, Terje Rypdal, Radka Toneff, John Scofield und Palle Danielsson) gespielt, das Œuvre unter eigenem Namen ist allerdings nicht allzu üppig. Wenn er aber eine CD veröffentlicht, erregt das in norwegischen Fachkreisen einiges Aufsehen. Auch seine »2ND THOUGHTS« erfreuen Publikum und Kritik.

Überraschender Weise hat er lediglich eine eigene Komposition auf die CD genommen, nämlich »Touching«, das bereits Titelstück seiner CD von 2001 war. Das Titelstück stammt von Mulgrew Miller und klärt gleich, wo die Reise hingeht: Swingender Modern Jazz im Geiste des Bebop. Riisnæs hat immer noch einen kräftigen, klaren Ton, er spielt schöne, melodische Linien. Sein Quartett ist sehr gut eingespielt, Bassist Jens Fossum und Drummer Tom Olstad swingen prächtig. Anders Aarum am Piano begleitet ebenso geschmackvoll wie er auch flüssig perlend soliert. Zudem hat er drei Kompositionen beigesteuert. Ein wenig aus der Zeit gefallen scheint Riisnæs‘ Musik, aber es handelt sich hier um richtig guten Modern Jazz. Darüber braucht man auch nicht zweimal nachdenken. (tjk)



Siehe auch:
Jens Fossum
Arild Andersen
Jazzcode
Håvard Stubø Quartet

Knut Riisnæs: 2nd Thoughts

   

The Kernel
(2020, Losen Records/In-Akustik LOS 223-2)

Mit unveränderter Besetzung in der Band macht Knut Riisnæs genau dort weiter, wo er mit »2ND THOUGHTS« aufhörte – Modern Jazz mit starken Bebop- und Hardbop-Bezügen. Die zehn Stücke teilen sich gleichmäßig auf in eigene Kompositionen und Klassiker von Größen der 60er Jahre und später.

»Around The Kernel« wird vom Kompo- und Pianisten Anders Aarum eröffnet und wandelt sich in einen fein tänzelnden ¾-Swing. Riisnæs hat einen schönen Ton, das trifft aber auf alle hier agierenden Musiker zu. Jens Fossum und Tom Olstad bilden wie schon auf dem Vorgänger eine swingende, aufmerksame Rhythmusgruppe. Riisnæs und Aarum spielen natürlich solistisch die Hauptrollen, auch in den Standards, die mit den drei Riisnæs-Stücken und je einem von Aarum und Fossum sehr gut zusammenpassen. »La Mesha« von Joe Henderson, Cedar Waltons »Midnight Waltz« und die abschließende sehr schöne Ballade »Love And Peace« von Horace Parlan gehören zu den Highlight dieser wirklich guten Modern Jazz-CD. (tjk)



Siehe auch:
Anders Aarum



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