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Alle Rezensionen zu Hater
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

You Tried
(2017, PNKSLM Recordings/Redeye Distribution/Cargo)

Ganz schön sehnsüchtig, die Stimme von Caroline Landahl! Die Sängerin der schwedischen Indiepopster Hater flirrt souverän zwischen Verletzlichkeit und trotzigem Selbstbewusstsein. Alterstypisch für die Generation der jungen Selbstinszenierer. Denn wo ist denn das wirkliche Ich, jenseits von Photoshop und zwangseuphorischen Facebook-Posts? Die Vier aus Malmö sind auf ihren Debütalbum »YOU TRIED« hellwach und empfindsam. Teenage Angst ist bei ihnen eher Teenage Zweifel. Hater sind präzise Beobachter aktueller Unruhezustände. Das Quartett bewegt sich in bester Tradition des britischen 80er-Indiepop. Wenn es eine Referenzband gibt, die sofort in den Sinn kommt, dann sind es die unvergessenen Sundays und deren zauberhafte Sängerin Harriet Wheeler. Und wer mag, kann hier auch auch Echos der irrlichternden Gitarre des jungen Johnny Marr hören!

Ums Fallen und ums Wiederaufstehen geht es in angenehm rotzigen Songs wie »Mental Haven«. Ums Schönspielen scheren sich Hater jedenfalls nicht! Den Songs des Debütalbums ist die Hoffnungslosigkeit der Malmöer Vorstadtghettos nicht fremd. Das Träumen wollen sich die jungen Schweden noch lange nicht verbieten lassen, wenn sie in filigranen Tracks wie »Always To Get By« in schönste Nachdenklichkeit über die geliebte Person versinken. Gas geben können Hater in atemlosen Tracks wie »Stay Gold« natürlich auch! Hier stechen die Gitarren wie Hornissen! Lebendigsein, dass es fast schmerzt: Mit Hater lernen wir das! (emv)

 Hater: You Tried

Offizielle Website

Offizielle Website      www.facebook.com/haterrmusic

   

Red Blinders
(EP, 2017, Fire Records FIRECD515)

Das im Sommer 2017 veröffentlichte Debüt der Schweden weckte das Interesse von Fire Records, und so erschien schon bald nach »YOU TRIED« diese sympathische EP beim Londoner Vorzeige-Indie-Label. Wenn die Band aus Malmö mit dem etwas unglücklichen (weil irreführenden) Namen auch keine großen Überraschungen bietet, so sind die vier Songs auf »RED BLINDERS« doch durchweg überzeugende, feine Gitarren-Pop-Hymnen mit einem gewissen Zeitlosigkeits-Gefühl.

Mit ihrer frischen und doch verträumten jugendlichen Melancholie und dem Understatement von Caroline Landahls Gesang erinnert das Quartett ein wenig an die tollen Platten von Alvvays. Die kompakten 15 Minuten der EP vergehen wie im Fluge, so dass man sie eigentlich nur wieder von vorne hören will - und kaum erwarten kann, was Hater als nächstes veröffentlichen. Ein Album mit weiteren solchen charmanten Hits könnte die Band international bekannt machen. (ijb)



Siehe auch:
Death And Vanilla



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