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Alle Rezensionen zu Albert Af Ekenstam
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Ashes
(2017, Kning Disk/Cargo)

Die Kunst der selbstbewussten Verlangsamung: Albert Af Ekenstam hat es in dieser Disziplin bereits in jungen Jahren zur Meisterschaft gebraucht. Dass weniger unbedingt mehr ist, hat der schwedische Singer-Songwriter auf seinem Debütalbum »ASHES« instinktiv verstanden. Es ist herbstlicher Kammerpop, den der Musiker aus Göteborg hier auf hohem Niveau präsentiert. Dieses Terrain zu durchwandern, ohne auf Abwege Richtung Kitsch und Seichtheit zu geraten, das ist nicht einfach. Unbestritten im Mittelpunkt steht die warme, differenzierte Stimme Ekenstams, der uns melancholische Geschichten erzählt, ohne dabei in Weinerlichkeit zu verfallen. Es ist von zurückhaltender Lebensweistheit, was uns der Mann in minimalistischen Songs wie »The Devil Bird« erzählt. Ein Referenzmusiker, der sofort in den Sinn kommt, ist Kurt Wagner von Lambchop. Und natürlich die Chef-Wehmutsband Choir Of Young Believers!

Man muss hier schon sehr genau hinhören, um die raffinierte Einfachheit der Arrangements gebührend zu würdigen: Wenn etwa ein lebensweises Piano oder eine sensible Trompete einsetzen oder die fabelhafte Landsfrau Sumie Naganao als Gastsängerin agiert. Und ganz, ganz vorsichtig fügt Ekenstam in Tracks wie »Angel Liz« eine Prise Pop-Sensibilität hinzu. In ruhiger Schönheit schwelgen: Mit dem Schweden geht das bestens! (emv)



Siehe auch:
Choir Of Young Believers

Albert Af Ekenstam: Ashes

Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.albertafekenstam.com

   

Hundred Miles
(2018, Moondog Entertainment)

Zurück nach Darlarna, so lautete der Titel eines einer bittersüßen Komödie über die Rückkehr einer Stockholmer Hipsterin in ihre Heimat im nordschwedischen Dalarna. Auch Albert af Ekenstam hat auf seiner EP »HUNDRED MILES« der schwedischen Hauptstadt bewusst den Rücken gekehrt und ist gen Norden nach Dalarna gezogen. Um emotionale Wunden zu lecken und um Gedanken und Gefühle zu ordnen. Dass der schwedische Schmerzensmann hier eine Trennung verarbeitet erschließt sich sofort. Ekenstam verabschiedet sich vom Gitarren-Purismus. Und entscheidet sich für einen nuancenreichen Kammerpop und eine sensible Instrumentierung, um seine Gefühle zu verarbeiten. Er profitiert von der einfühlsamen Unterstüzung seiner musikalischen Weggefährtinnen: Der wunderbaren schwedischen Songwriterin Sumie und der norwegischen Ikone Ane Brun, die hier an Backing Vocals zu hören ist.

In Songs wie dem reduzierten »Our Songs« ist die Verzweiflung einer schwebenden Melancholie gewichen. Keine Bitterkeit, nirgends. Hier entsteht eine differenzierte, wehleidigkeitsfreie Seelenschau. Eine Welt in sanften Bleistiftfarben, in die sich erste kleine Sonnenstrahlen verirren. In Dalarna zur inneren Ruhe kommen: Das ist Albert af Ekenstam auf dieser frühherbstlichen EP wunderbar gelungen. (emv)



Siehe auch:
Ane Brun

Audio-Link



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