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Alle Rezensionen zu Hajk
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Hajk
(2017, Jansen Plateproduksjon)

Hajk malen sich die Welt in Pastellfarben genaus so, wie sie ihnen gefällt. Auf dem selbst betitelten Debütalbum schwelgen die Fünf aus Oslo in flirrenden Gitarrensounds mit dezentem Tropicana-Einschlag. Das klingt mehr nach kalifornischem Strand als nach norwegischem Fjord! Sigrid Aase und Preben Sælid Andersen wechseln sich geschmeidig an den Vocals ab und entwickeln in sommerleichten Songs wie »Flowerdust« eine feine Boy-Girl-Dynamik. Take it easy, könnte die Devise dieser Nachwuchskräfte lauten, wenn sie tiefenentspannt und dennoch animiert mit gehobenen Discoklängen flirten. Und mitunter an die legendären Beach House in deren Frühzeiten erinnern!

Die Synthies schwelgen in souverän leichtfüßigen Songs wie »Nothing Left To Say« durch sanft angesoulte Soundwelten. Und sind ein ganz klein wenig wehmütig, was übertriebener Süßlichkeit erfolgreich einen Riegel vorschiebt. Das ist Musik für Menschen, die federleicht durch ihre Wohnung steppen wollen, ohne dabei zu sehr ins Schwitzen zu geraten. Das ist spielerischer, zärtlicher Pop, der sich nicht anbiedern muss und mit Songs wie »I Don´t Remember« beweist, dass zurückhaltende Eleganz das neue Laut ist! (emv)

 Hajk: Hajk

Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      https://www.hajk.no

   

Drama
(2019, Jansen Records)

Glaubt noch irgendjemand an die große Liebe? Hajk aus Oslo tun das unbedingt! Nachdem der selbst betitelte Erstling der Norweger schon sehr pastellig ausgefallen war, wird es mit dem zweiten Album »DRAMA« ungehemmt plüschig. Gefühle? Können gar nicht überlebensgroß genug ausfallen! Verspieltheit und Verträumtheit spielen in federleichten Songs wie »Dancing Like This« zwar immer noch eine große Rolle, aber die Fünf flirten auf dem Zweitling hörbar mit R´n´B-Sounds. Plus: Die mächtigen Synthies halten in Songs wie »Keep Telling Myself« mit Uhuuuu-Gesängen und einem romantischen Piano Händchen. Die Grenze zum Edelkitsch rückt angesichts dieses überkandidelten Zuckerbäcker-Pops zumindest in Sichtweite. Und man fragt sich bisweilen, ob Hajk mit diesem Übermaß an Emotionen nicht einen kleinen Tick zu dick auftragen.

Klar, die Boy-Girl-Dynamik der Stimmen von Preben Sælid Andersen und Sigrid Aase funktioniert immer noch bestens. Aber mal Hand aufs Herz: Mit dem Herzschmerz-Ballade »Breathe« könnten sie in diesem Jahr auch für Norwegen beim Eurovision Song Contest auftreten. Nüchterne Zeitgenossen und bekennende Anti-Romantiker dürften hier wohl die Flucht ergreifen. (emv)

Audio-Link



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