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Alle Rezensionen zu Ina Forsman
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Ina Forsman
(2015, Ruf Records RUF 1223)

Wow, was für eine Stimme! Gerade einmal 20 Jahre alt war Ina Forsman bei der Aufnahme ihrer ersten eigenen CD, sie klingt jedoch, als hätte sie nie etwas anderes gemacht als Blues gesungen – wann gab es schon mal ein so reifes Debüt? Sie begann mit 6 Jahren, aufgefallen war sie mit 15, als sie bei einer Talentshow den Mundharmonika-Spieler Helge Tallqvist begeisterte. Er, eine Größe in der finnischen Blues-Szene, nahm sie unter seine Fittiche und wurde ihr Mentor, wofür sie sich im Booklet bedankt: »Danke, dass Du mir Deine Weise den Blues zu spielen gezeigt hast. Denn dadurch fand ich meinen Weg«. Zwei Jahre war Ina Forsman in Tallqvists Band, 2013 entstand eine CD. Natürlich spielt er auch auf dieser CD mit, allerdings nur als Gast: Die CD wurde in Austin, Texas, aufgenommen und von Mark Kazanoff (auch Saxophon) produziert. Zu den Musikern zählen Größen wie die Gitarristen Laura Chavez und Derek O’Brien. Der Sound ist auch ziemlich amerikanisch.

Die Texte hat sie zum großen Teil selbst geschrieben, sie zeigt einen Hang zu Beziehungsbeendigungen. Kompositorisch hat Tomi Leino assistiert, die Songs sind ausgesprochen abwechslungsreich und zeigen die ganze Palette des Blues – mit deutlichem Retro-Feeling, was ihrer Stimme sehr entgegen kommt. »Hanging Loose« beginnt mit tollem Shuffle und Bläsern. »Farewell« groovt Reggae-mäßig, auch in der Ballade »Don’t Hurt Me Now« überzeugt sie mit Vibrato und viel Soul in der Stimme. Mit viel Power der Band und Bläser schwingt sie sich in »No Room For Love« zu einem Highlight dieser CD auf. Als Rausschmeißer hat sie dann noch ein Cover im Gepäck: »I Want A Little Sugar In My Bowl« von Nina Simone kommt nur mit Piano-Begleitung sehr respektabel rüber. Insgesamt ein grandioses Debüt, Ina Forsman ist jetzt schon eine der großen Stimmen im Blues. (tjk)

Ina Forsman: Ina Forsman

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.inaforsman.com

   

Been Meaning To Tell You
(2019, Ruf Records RUF 1262)

Die zweite Platte ist häufig richtungsweisend: Nur eine Kopie des Debuts, generell schwächer oder – und hier ordnet sich Ina Forsmans »BEEN MEANING TO TELL YOU« ein: Sie hält das enorm hohe Niveau des Erstlings. Ihre Stimme ist schlichtweg grandios, sie überzeugt als Shouterin genauso wie als laszive Balladen-Queen oder Soul-Chanteuse. Alle Songs hat sie selbst geschrieben, mit ein wenig Hilfe hier oder da. Sie deckt eine große Bandbreite ab – Ina Forsman zieht weite Kreise um ihr Zentrum Blues.

Schon der Opener ist ungewöhnlich: »Be My Home« beginnt bedächtig mit Piano, steigert sich mit Orgel zu einem vielstimmigen Gospel – wie eine Welle kommen die Stimmen aus den Boxen. Sie streift Funk, Soul, R&B, wird jazzig in »Evey Single Beat« und beweist ihr Balladen-Talent in »All Good«. Bemerkenswert auch ihre Texte: In gleich zwei Songs beschäftigt sie sich mit sexueller Belästigung, und »Miss Mistreated« handelt von häuslicher Gewalt. Aufgenommen hat sie wieder in Austin, Texas, auch die Musiker sind großteils geblieben: Red Young an den Tasten und Laura Chavez an den Gitarren ragen heraus, auch die Texas Horns um Saxer und Produzent Mark »Kaz« Kazanoff. Der letzte Song, »Sunny« (nein, nicht der abgelutschte Standard!), erklingt sogar a capella: Ina Forsman schreibt hervorragende Songs und Texte, hat eine feine Band und – das darf hier ruhig wiederholt werden: eine grandiose Stimme. (tjk)



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