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Alle Rezensionen zu Sløtface
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

Sorry For The Late Reply
(2019, Propeller Recordings PRR416)

Drei Jahre haben sich Sløtface für ihr zweites Album Zeit gelassen; daher rührt vermutlich der Titel »Entschuldigt die späte Antwort«. Werden sie medial auch als »Punks« vermarktet, sind die vier Musiker doch vielmehr eine Pop-Band: jeder Song eine raffinierte Vignette – tolle Melodien inklusive. Aber Gitarren gibt's natürlich nach wie vor, und mit ihrem Sound sind Sløtface durchaus eine international klingende Band, wohl auch wegen ihrer US-amerikanischen Frontfrau, die für engagierte Texte sorgt – Feminismus trifft sozialpolitisches Bewusstsein, aber auf Augenhöhe mit Musikfans, die sich das Tanzen und Ausgehen nicht verbieten lassen wollen.

Denn Haley Shea geht die Sache stets von der persönlichen Seite her an, erzählt von Erfahrungen zwischen den Welten (USA und Norwegen), im Alltag und steht zu Widersprüchen und Zukunftsängsten. Doch die Platte ist weit mehr als nur die Präsenz der Sängerin; die Musik ist auf den Punkt und frei von überflüssigem Produktionskram gespielt – rau und kantig, aber versiert, nie platt oder wie oft im Punkrock einfach launig unproduziert. Daran hat sicherlich auch Produzent Odd Martin Skålnes maßgeblichen Anteil; zuvor hatte er mitgeholfen, Jungstar Sigrid auf internationalen Erfolgskurs zu bringen. Mitreißend, kritisch und voller Energie – eine Band, wie sie diese Zeiten brauchen. (ijb)



Siehe auch:
Sigrid

 Sløtface: Sorry For The Late Reply

Audio-Link Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.slotface.no

   

Try Not To Freak Out
(2017, Propeller Recordings PRR255, PRR313)

Unbekümmert, überschwänglich und überkandidelt sowieso: Willkommen in der Welt der norwegischen Powerpopsters Sløtface, die mit ihrem Debütalbum den Soundtrack fürs angetrashte Wochenendvergnügen schreiben. Sängerin Haley Shea gibt die unwidersteliche Rotzgöre mit Verve! Die noisigen Gitarren stechen dazu wie angepunkte Wespen. Die Stimmung erinnert mitunter an die 70er, als Girlbands wie Clout zu Hochform aufliefen. Nur dass diese jungen Norweger aus der Erdöl-Stadt Stavanger sehr viel weniger brav sind!

Den bisherigen Bandnamen Slutface mussten sie ändern, wegen »Social Media Censorship«, wie es ominös heißt. Hat sich Herr Zuckerberg etwa wieder als Moralwächter aufgespielt? Songs wie das grenzwerthysterische, treibende »Nancy Drew« stürmen voran wie eine durchgebrannte Schafherde. Bei aller Dynamik liefern die Vier superpräzise Töne ab. Und samtpfötig können sie auch: In »Slumber« kommen sie nachdenklich-balladig daher und zeigen, dass sie auch feine Harmoniegesänge können! Sløtface sind ein wenig kratzbürstig, ziemlich leidenschaftlich und ungeheuer lebendig! Wer wollte sich ihnen in den Weg stellen? (emv)

Video-Link



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