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Alle Rezensionen zu Oddgeir Berg Trio
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Before Dawn
(2018, Ozella Music OZ072CD)

Das Oddgeir Berg Trio besteht aus dem Bassisten Karl-Joakim Wisløf, dem Schlagzeuger Klaus Robert Blomvik sowie dem Namensgeber an Klavier und Keyboards. Bisher waren die drei eher im Hintergrund als Sessionmusiker aktiv und liefern mit »BEFORE DAWN« nun ihr Album-Debüt ab. Mit dem klassischen Trio-Format haben sie sich aber auf denkbar schwieriges Terrain begeben, denn dieses Genre ist schon allein im skandinavischen Raum hochrangig besetzt. Umso mehr scheint es, als wollten sie allen Protagonisten (und Hörern) zeigen, dass sie es auch können: So pionierhaft und berauschend sein, wie ehedem e.s.t., so melodiös wie das Tingvall-Trio, so behutsam wie das Eple Trio oder so mit den Strukturen spielend wie Alexi Tuomarila und seine Mannen.

Und sie erreichen doch leider nichts davon, so sehr sich die Akteure auch mühen. Da wird an Effektgeräten geschraubt, der Schlagzeuger streut durchaus gekonnt allerlei Breakbeats ein und der Leader ist bestrebt, das Klavier mit allen seinen Facetten auszuloten. Mal »prepared«, mal als Perkussionskörper. Insgesamt erreicht das Trio aber nie die Souveränität ihrer Mitstreiter oder gar eine Originalität, mit der sich in diesem Genre ein neues Kapitel aufschlagen ließe.

Leider trägt auch der Sound beileibe nicht zur Freude bei. So ist das Schlagzeug – vorsichtig ausgedrückt – gewöhnungsbedürftig abgemischt und das Klavier klingt erschreckend glanzlos. Gerade im Vergleich zu den auf dem gleichen Label erscheinenden Alben von Helge Lien fällt diese Aufnahme qualitativ deutlich ab. Da half leider auch das Mastering bei der Klangschmiede von Pauler Acoustics (Stockfisch-Records) nicht. (stv)



Siehe auch:
Tingvall Trio
e.s.t. (Esbjörn Svensson Trio)
Alexi Tuomarila Trio
Eple Trio

Oddgeir Berg: Before Dawn

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.oddgeirbergtrio.com

   

In The End Of The Night
(2019, Ozella Music OZ 093 CD)

Erheblich verändert haben sich im Vergleich zum Vorgänger weder Stil noch Qualität des Oddgeir Berg Trios. Viele eingängige Melodien, die Rhythmen beeinflusst aus diversen anderen Spielarten – man könnte sagen: Esbjörn Svensson light, auch Martin Tingvall schaut dem Pianisten über die Schulter. Von seinem Pianostuhl sieht Berg weiterhin dieselben Mitstreiter: Karl-Joakim Wisløff jagt seinen Kontrabass gleich im ersten Stück »Vagabond« durch den Verzerrer, spielt ansonsten ebenso mannschaftsdienlich wie Drummer Klaus Robert Blomvik.

Es gibt schöne Momente auf »IN THE END OF THE NIGHT«, wo genau diese Stimmung aus den Boxen tropft: »Way Home« ist so ein Stück, das mit einer sehr einfachen Melodie besticht, dazu langsame, gerade Rhythmen und süße Harmonik. Dieses Prinzip treibt Berg in »The Escape« auf die Spitze – emotional ähnlich einnehmend, die Melodie beschränkt sich auf mehrmals zwei Töne. Allerdings groovt es locker und flockig: Lounge Jazz ohne Jazz, sozusagen. In »Future Has Come« vertont Berg die Zukunft mit elektronischen Sounds und Sprengsel: Hier zeigt sich, dass die energischeren Stücke nicht richtig packen können. Für all das gilt: Teilweise wirklich schön, aber musikalisch, insbesondere kompositorisch doch etwas dünn. (tjk)



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