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Alle Rezensionen zu Menke
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Till Havet
(2018, Cosmos Music and Size)

Wer liest denn heutzutage noch Gedichte? Menke zum Beispiel! Die schwedische Musikerin ist tief berührt von der Lyrik ihrer verstorbenen Landsfrau Karin Boye und hat deren Poem »Moln« auf ihrer Debüt-EP »TILL HAVET« (zum Meer) vertont. Behutsam nähert sie sich der Lebenstragik Boyes an, die Frauen liebte, einen heute zu Unrecht vergessenen, visionären Science-Fiction-Roman verfasste und sich Anfang der 40er Jahre das Leben nahm. Bewusst reduziert und voller zerbrechlicher Schönheit sind diese taubengrauen Songs: So empfindsam wie die Lyrik Karin Boyes. In einer lauten Welt kommen die Dinge hier zur Ruhe, wenn wir der klaren Stimme Menkes lauschen. Die Multiinstrumentalistin spielt Klavier, Gitarre, Banjo, Cello und Vibraphon, aber auch Lyra und Weingläser. Gehaucht ist hier das neue Laut. Und Schwedisch seine Sprache!

Fast klingt es so, als wolle uns Menke in elfenhafte Gegenwelten entführen, in denen wir die Achtsamkeit neu lernen können. Und in der die Poesie das Land regiert. Nicht in kitschige Feen-Sounds abzudriften: Das schafft Menke souverän mit genau der richtigen Dosis Unsentimentalität. Dass Vergleiche zu Joanna Newsom oder Sóley in den Sinn kommen, bleibt nicht aus. Aber Menke findet hier ihre eigene Stimme! Mit ihr gehen wir im stimmigen Video zu »Moln« gerne im nebligen schwedischen Wald verloren! (emv)



Siehe auch:
Sóley

 Menke:  Till Havet

Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      www.facebook.com/pg/menkeofficial



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