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Alle Rezensionen zu Solju
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Ođđa Áigodat -New Times
(2018, Bafe’s Factory/Broken Silence MBA023)

Mutter und Tochter gehen gemeinsam neue Wege: Ulla Pirttijärvi und ihre Tochter Hildá Länsman alias Solju wollen traditionelle Sami-Musik selbstbewusst ins Hier und Jetzt bringen. Und überraschen auf ihrem Debütalbum »NEW TIMES« mit einem Gast, den man bei einem Folk-Album nicht erwarten würde: Janne Burton Puutinen ist hier an den Synthies aktiv. Puutinen kennt man bislang vor allem als Tastenmann der Love-Metal-Band HIM. Außerdem bei der Produktion mit dabei: Die Streicher des tschechischen National-Sinfonieorchesters.

Solju bedeutet übrigen in der Übersetzung die Brosche, welche die Samen zu ihrer traditionellen Tracht tragen. Das Duo verbindet sein kulturelles Erbe, die nordsamische Sprache und den Joik-Gesang, mit neuen und innovativen Ansätzen. Moderne Percussion-Elemente, Glockenspiel und Synthies: Davor haben Solju rein gar keine Scheu! Und sie flirten in ruhigen Tracks wie dem balladigen »Suoivaniid Eatnamii« hörbar mit isländischem Elfenpop.

Solju laden uns ein, gemeinsam mit ihnen an der traditionellen samischen Feuerstelle Lávvu zu sitzen und den alten Geschichten zu lauschen. Und den neuen: Denn die Herausforderungen, denen sich die Sami-Kultur stellen muss: Verlust der kulturellen Identität und Raubbau an der Natur. Im Titelsong geht es um die Furcht, die eigene Identität zu verlieren: Denn wenn die Erinnerungen schwinden, dann hören die Samen als indigenes Volk auf zu existieren.
»Flieg und sing meinen Vogel. Sag der Welt, was wir zu sagen haben«. Bei Solju hören wir gebannt zu. (emv)



Siehe auch:
HIM

 Solju: Ođđa Áigodat -New Times

Offizielle Website

Offizielle Website      www.solju.fi/en



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