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Verschiedene
(Genre »Beats«, Land »Grenzgänger«)

 

трип ‎008 »Cон не для меня« | »Sleep Not Found«
(2016, Trip TRP008, 2x12" / DL)

»Trip« und »Sleep« sind ein gutes Paar - bzw. Techno/Minimal-Trips und fehlender Schlaf. Wer, wie die Producer dieser achten Trip-Kompilation, viel unterwegs ist in den Clubs dieser Welt, nächtelang auflegt und Musik im Studio produziert, findet oftmals keine Zeit zum Schlafen. Tombos wie gehabt eigenwillige, trippige Zeichnungen quer durchs Gatefold-Cover des mit über 50 Minuten erfreulich langen Doppel-Vinyl-Releases passen da natürlich wie die Faust aufs Auge.

Los geht's gleich mit einem Höhepunkt: Roma[n] Zuckermans Titelstück, siebeneinhalb Minuten lang, minimal, aber sofort einnehmend mit seiner dichten Stimmung. Diese verschleppte, von flirrenden Sounds durchzogene Nummer lässt sich nicht anders als trippig nennen. Mit Deniro zieht das Tempo drastisch an, ein reduzierter, rhythmusbetonter Clubtrack, der ein wenig an Plastikman erinnert. Deniro selbst meint, er wollte die 808- und 909-Sounds »wütend« klingen lassen. Das mag ihm vielleicht nicht gelungen sein, aber »G« könnte sich super anbieten, ein geradliniges Techno-Set zu bereichern.

Maayan Nidam stammt aus Tel Aviv, lebt seit einiger Zeit in Berlin und ist als einzige Interpretin hier gleich zweifach vertreten. »Infinite Rattle« knüpft wunderbar an den vorigen Track an, der über sechs Minuten zunehmend komplexer und reizvoller wird. Es ist ein langer Weg von ihrem kubanisch durchsetzten Debütalbum zu diesem Minimal Techno mit Dubnote, der zu Perlon (wo Maayan ebenfalls veröffentlicht hat) passt wie Villalobos, ohne dass man von einem Gefühl des Epigonentums genervt wäre. Ihr »Justice For Some« geht in eine ähnliche Richtung, ist aber schräger, gefällt sich aber etwas zu sehr in seiner eigenen Schrägheit, die sich über achteinhalb Minuten ein wenig in die Länge zieht.

Aus Island sind Arnvidur Snorrason alias Exos und (natürlich wieder) der hyperaktive und vielseitige трип-Starproducer Bjarki dabei, letzterer diesmal unter dem albernen Pseudonym bbbbbb. Sein Track »Prins Polo Caramel Milkshake« ist kein Knaller, hat aber eine witzige verspielte Ideen, die die ansonsten eher bedeckte Stimmung des Albums erfrischen. Exos' »Dub Jazz« ist, wie der Titel schon sagt, ein dubbiger, einnehmender Track, mit 3:30 leider viel zu kurz. Da hätte er locker noch mal 3:30 drauflegen können, gerne auch mehr. Dies hingegen tat A_000 (Alan Backdrop) mit dem abschließenden 13-Minuten-Epos, das Spaß am großen Erzählbogen hat, sich von einem langen schwebenden Elektrotrack im letzten Drittel eine Acid-Techno-Kurve nimmt. Klasse. (ijb)



Siehe auch:
Exos
трип 005
трип 006
трип 020

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