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Alle Rezensionen zu Dag Arnesen, Terje Gewelt & Pål Thowsen
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Time Enough
(2005, Taurus Records / Gemini TRCD 845)

Dag Arnesen (Klavier) und sein Trio mit Terje Gewelt (Bass) und Pål Thowsen (Schlagzeug) müssen hier nicht näher vorgestellt werden. Schier endlos gerät die Liste norwegischer und internationaler Musiker-Größen, mit denen die Drei im Laufe ihrer Karrieren zusammengearbeitet haben, ohne es jedoch selbst in die vorderste Reihe geschafft zu haben.

Glücklicherweise ist bei ihrer ersten Zusammenarbeit aber keinerlei abgebrühte Studioroutine zu hören. Vielmehr ist ihnen ein sehr frisches, meistenteils zupackendes Album gelungen. So können wir etwa im ersten Titel hören, wie ein zunächst nordisch anmutendes Thema in einen wunderbaren Flow gerät, um schließlich latin-inspiriert zu enden. Was folgt, ist ein ziemlich gut aufgenommener zeitgenössischer Trio-Jazz, der sich freilich den stilistischen Grenzen nicht nähert oder sie gar dehnt. Dennoch gelingt ihnen dieser Auftritt deutlich energischer als die später folgenden »Norwegian Song«- Episoden, wohl auch, weil diesmal keine Volkslieder die Song-Grundlage bilden, sondern ausschließlich von Arnesen stammende Kompositionen.

Eine Solo-Piano-Nummer, die Andersen schrieb, nachdem er eine seiner Katzen einschläfern lassen musste, beschließt das Album. Dass dem Hörer während dieser CD das gleiche Schicksal widerfährt, darf indes ausgeschlossen werden. Im Gegenteil: Das Album hat vitalisierende Wirkung. (stv)



Siehe auch:
Dag Arnesen Trio
Terje Gewelt
Radka Toneff
Needlepoint

Dag Arnesen: Time Enough

   

Norwegian Song
(2007, Resonant/Jaro RM17-2)

Ein mutiges Unterfangen, und nur möglich, weil die Norweger ein viel unverkrampfteres Verhältnis zu ihrer »Volksmusik« haben als wir Deutschen: In Jazztrio covert Edvard Grieg, Ole Bull und eine Reihe von Traditionals mit federleichtem Duktus und butterweicher Melodienführung. »Ich erinnere mich an meine Kindheit, als meine Eltern diese Musik am Sonntag Morgen mit Klavier und Geige spielten«, erzählt Dag Arnesen und betont, wie ihn diese Lieder beeinflusst haben.

Versiert sind alle drei: Dag Arnesen spielte u.a. mit Karin Krog, Joe Henderson, Elvin Jones; Bassist Terje Gewelt war bei David Torn, Michael Shrieve oder Billy Cobham; Drummer Pål Thowsen musizierte u.a. mit Radka Toneff, Terje Rypdal oder Jan Garbarek. Diese Spielerfahrung garantiert lyrischen Schönklang auf hohem Niveau, aber richtig berühren wollen die altehrwürdigen norwegischen Stücke im Jazzgewand stellenweise nicht. Spaß machen kann »NORWEGIAN SONG« trotzdem, besonders – wie damals bei Arnesen – am Sonntag Morgen. (peb)



Siehe auch:
Karin Krog
Terje Rypdal
Ole Bull
Jan Garbarek



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