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Alle Rezensionen zu Rolf Kristensen
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Timeless
(2018, Losen Records/In-Akustik LOS 200-2)

Der Gitarrist Rolf Kristensen ist in Norwegens Musikszene kein unbeschriebenes Blatt: An rund 100 Alben und zahlreichen Konzerten unterschiedlicher Genres wirkte er mit, seit er 1995 mit der Band Secret Garden den Eurovision Song Contest gewann, darunter mit Ketil Bjørnstad und Ole Paus, der Band Mungolian Jet Set und den Sängerinnen Annbjørg Lien, Anne Marie Almedal oder Hanne Boel. »Zwischen all den Engagements als Session-Musiker Zeit zu finden, ein neues Soloalbum zu produzieren, war eine Herausforderung, doch gab mir die Beteiligung an all diesen großartigen Projekten als Sideman auch viel Inspiration und Ideen,« schreibt Kristensen. Beim Durchhören aufgezeichneter Ideen aus den letzten Jahren fand er eine Menge Material, von dem er meinte, dass es ein Leben außerhalb der Festplatte verdient hätte, und begann, die besten Ideen weiter auszugestalten, bevor er einige seiner Lieblingsmusiker einlud, mit ihm im Studio zu arbeiten. Grundlegende Tracks und Improvisationen aus inspirierenden Live-Sessions entwickelte er mit Arrangements weiter zu »Klanglandschaften« mit dem Charakter von Kompositionen, indem er mit zusätzlichen Schichten von Gitarren, Hörnern, Streichern, Synthesizern und Elektronik experimentierte. »Wie kann ich meine Erfahrung als Studiomusiker in verschiedenen Genres am besten nutzen, um Texturen zu erforschen und meinen eigenen Sound und meine eigene künstlerische Stimme zu entwickeln?«

Das Ergebnis ist nun das Album »TIMELINES«, auf dem neben ihm acht weitere Musiker zu hören sind, darunter die Saxofonisten Bendik Hofseth und Niclas Pedersen und der Pianist bzw. Rhodes-Keyboarder Bernt Moen, der schon bei Shining und Nypan spielte. Die vielschichtige Besetzung ist es auch, was dem Album den gewissen Pfiff gibt, denn Trompete, Geige, Bratsche, Bass, Schlagzeug, Synthesizer und Elektronik verzahnte Kristensen geschickt zu packenden Arrangements, die aufgrund der Gitarrensounds ein wenig an Steely Dan und durch die kompositorische Versiertheit an Bugge Wesseltofts Ensembles erinnern. Mit sieben Stücken und 35 Minuten ist »TIMELINES« zudem auf den Punkt und nicht so ausufernd wie manch vergleichbares Projekt geworden. (ijb)



Siehe auch:
Secret Garden
Ferd
Anne Marie Almedal
Ketil Bjørnstad & Ole Paus

Rolf Kristensen: Timeless



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