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Alle Rezensionen zu Juurakko
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Lauluja Kuistilta
(2014, IMU-Inkoon Musiikki IMU-CD 143)

Was für ein Debüt! Mit 20 verschiedenen Instrumenten und fünf Stimmen machen die fünf jungen Damen aus Finnland mächtig was los. Juurakko spielen akustische Musik – holen sich ihre Inspirationen genauso aus Amerika wie aus der Heimat und führen zusammen, was offenbar schon immer zusammengehörte, wovon aber niemand wußte: Blues und finnischen Folk!

Fast alle Stücke schreiben sie selbst, gelegentlich mit überliefertem Text oder sogar Anregungen aus der deutschen Moritat »Sabinchen war ein Frauenzimmer«, bei Juurakko heißt das Mädel freilich »Kerttu«. Auch J. Karjalainens »Sormus Se Kulki Itteksensä« machen sie zu ihrer eigenen Version, mit sachtem Beginn und einem fast schon kakophonen Chor gegen Ende – grandios!

Juurakko arrangieren ihre Songs extrem unterschiedlich und einfallsreich, mit Kantele und Jouhikko, Gitarre und Cajon, Maultrommel und Harmonium, Kaffeetasse und Blumentopf – je nach Song und Stimmung. Die Mädels haben viele verrückte Ideen und Einfälle. Vor allem sind Laura Kaartinen, Eija Kankaanranta, Kaisa Saarikorpi, Minsku Tammela und Anna Wiksten allesamt sehr stimmgewaltig und entfachen allein mit ihrem Gesang in »Ei Oo« einen gospeligen Stimmensturm. Den besten der elf verdammt guten Songs haben sie sich für das Ende aufgehoben, die Aufforderung »Takaisin Alkuun«, zurück zum Anfang, befolgen wir bei dieser CD nicht nur einmal. (tjk)

 Juurakko: Lauluja Kuistilta

Offizielle Website

Offizielle Website      www.juurakkoband.fi

   

Oi, Maalina
(2017, IMU-Inkoon Musiikki IMU-CD 171)

Schon der Opener »Pala Sielua« ist ein Aufwecker: Hei, was ist denn hier los, das klingt ja irgendwie ganz anders als bei der ersten CD? Viel mehr Percussion und entsprechend knackigere Rhythmen, die Gitarre ist im Vordergrund – kein Wunder, schon in der zweiten Textzeile wird Robert Johnson erwähnt, der legendäre Blues-Mann. Blues, Gospel und die amerikanische Folk-Variante haben bei Juurakko eindeutig die Oberhand gewonnen. Juurakko haben sich weiterentwickelt, das ist klar: Sie sind nicht mehr so verspielt wie beim Debut, es geht klarer und kräftiger zur Sache, die Songs sind teilweise direkt tanzbar.

Das Quintett ist unverändert, das gilt sowohl für Personen wie Qualität der Performance. »Ennuskauppias V. Käki« ist mit den Stimmen über dem Harmonium so gospelig-eindringlich, dass es auch Kristin Asbjørnsen zu Ehre gereichen würde. Auch »Neiti Se Istuu Kammiossa« entfacht eine mystische Stimmung mit den Bass-Läufen der Kantele. Der beste Song findet sich auch hier am Ende: Das fast sechsminütige Titelstück besticht durch packende Laid-Back-Rhythmen, Kantele und Slide-Gitarre – und natürlich den blitzsauberen Chorgesang. (tjk)



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