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Alle Rezensionen zu Ljungblut
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Villa Carlotta 5959
(2018, Karisma/Soulfood)

Ljungblut müssen eine tiefe Sehnsucht in sich tragen. Auf diese Idee könnte man fast kommen, wenn man »VILLA CARLOTTA 5959« lauscht, dem sechsten Album von Ljungblut. Die Musiker um den Zeromancer-Bassisten Kim Ljung zelebrieren hier ausufernden und gefühlsbetonten Postrock mit viel Mut zur großen Geste. Herzen brechen hier in Cinemascope, wenn die Fünf gewaltige Spannungsbögen von schwarzromantischer Schönheit aufbauen. Wer den perfekten Soundtrack für lange nächtliche Autofahrten sucht und seine Herbstdepression ausführlich pflegen möchte: Hier ist man richtig! Selbst wenn man kein Wort norwegisch versteht: Denn »VILLA CARLOTTA 5959« ist letzte Album einer Trilogie von Longplayern, die vollständig in der Landessprache gesungen werden.

Synthies schmachten so intensiv, als ob die 80er Jahre noch in voller Blüte stünden und Visage sich die Augen dicck mit Kajal umrandeten. Ein stoischer Bass bildet das Grundgerüst, nervöse Gitarren vibrieren. Und darüber liegt Ljungs charakteristisch helle Stimme. In der Summe produziert dies eine Sogwirkung, die uns unwiderstehlich in einen samtig-dunklen Tunnel zieht. Um vergessene Hasselblad-Kameras auf dem Mond geht es hier, um chronische Migräne und um den tödlichen Flugzeugcrash einer italienischen Fußballmannschaft. Keine Frage: Ljungblut tragen hier dick auf und klingen reichlich pathetisch. Aber sie treffen damit zielsicher in alle wunden Herzen. (emv)



Siehe auch:
Zeromancer

 Ljungblut: Villa Carlotta 5959

Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      www.ljungblut.com



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