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Alle Rezensionen zu Joey Tempest
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Azalea Place
(1997, Polydor/Universal 537.443-2)

Lebenshilfe vom Föhnwellenträger. Beziehungstipps vom Kuschelrocker. Bei Joey Tempest ergattern die Hörer echten Mehrwert. Der Sänger und Songschreiber der schwedischen Synthie-Heroen Europe wendet sich auf seinem zweiten Soloalbum »AZALEA PLACE« vom pathetischen Stadionrock ab und entwickelt einen Hang zur Ballade, Unterabteilung Nabelschau bei Problem-Liebesgeschichten. Dumm nur, dass er sich dabei genau aufs Terrain von Künstlern wie Michael Bolton und Eros Ramazotti begibt. Neue Aspekte gewinnt der Mann, der bürgerlich Rolf Larsson heißt, dem reichlich strapazierten Genre nicht ab. Wenn Männer derart an der Liebe leiden, ist für alle Umstehenden Alarmstufe Alpha angesagt.

Dass wir wertschätzen sollen, was wir haben, war wohl schon den Neandertalen bekannt. Garniert mit irischer Foklore oder Latino-Schmelz wird das Banale auch nicht origineller, selbst wenn sich Herr Tempest hörbar um eine Reibeisenstimme bemüht. Lassen wir Gnade walten. Der Rausschmeißer-Song »Lucky« lässt sich zumindest ohne Vearbreichung örtlicher Betäubungsmittel schmerzfrei ertragen. (emv)



Siehe auch:
Europe

Joey Tempest: Azalea Place

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.joeytempest.com

   

A Place To Call Home
(1995, Polydor/Universal 527.447-2)

Sänger dürfen eine Menge. Sie dürfen schreien, nackig über die Bühne rennen, jammern, arrogant sein und sogar dämlich, so lange es witzig rüberkommt, Aber eins dürfen sie nicht: langweilig sein, Und genau dies mutet der Ex-Europe-Sänger seinem Publikum auf seiner ersten Solo-Veröffentlichung »A PLACE TO CALL HOME« zu.

Viel zu brave, zu Tode produzierte Songs, in einer klebrigen Pathos-Soße ertränkt. Ungeschickt eine Knopfler-Gitarre hier und ein Bruce-Hornsby-Klavier dort untergejubelt. Und zwischendurch schleimt sich Mitläufer Tempest stimmlich unverschämterweise an den echten Visionär unter den Rockpoeten heran, nämlich Mike Scott von den Waterboys. Pfui, aus! (emv)



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