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Alle Rezensionen zu ísa
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Ska te å bynne
(2018, AMP Music & Records AT032)

Das Label AMP ist für mich (auch Dank meines Kollegen Ingo J. Biermann) die Entdeckung des Jahres. Aber dieses Album zeigt - um es gleich vorweg zu nehmen - einmal mehr, dass die Osloer bei musikalisch anspruchsvolleren oder eher jazz-affinen Produktionen ein glücklicheres Händchen haben als bei der vermeintlich leichten Muse.

Doch der Reihe nach: Es beginnt vielversprechend mit einem rauen »Intro«, aus dessen mit Rückwärts-Loops gespickter Geräuschwolke sich das erste »richtige« Stück herausschält, welches noch ohne Gesang auskommt. Erst im Track Nummer drei beginnt der Bandleader-Gitarrist Stian Unhjem auch zu singen. Dies aber klanglich so verfremdet, dass es sich anhört, als hätte man die Tante(!) aus Oslo am Telefon. Genau in diesem Moment aber gleitet die Musik leider in eine eher belanglose, dauerhaft gemächliche und bestimmt nicht innovative Mischung aus Post Rock und Indie mit redundantem Gitarrengezirpse ab. Man wähnt sich daher zunehmend in einem lang und immer länger werdenden Telefongespräch, in dem man nichts Neues erfährt und während dessen man doch so wertvolle andere Dinge machen könnte. Und so möchte man tatsächlich irgendwann einfach den Hörer auflegen, während Unhjem seine Geschichten über die großen und kleinen Dinge des Lebens erzählt. Da hilft es auch nicht, dass die eigentlich dreiköpfige Band (Magnus Falkenberg, Bass und Nilasalin-Drummer Magnus Sefianassen Eide) die Arrangements bisweilen gekonnt so ausweitet, dass insgesamt zwölf Musiker daran beteiligt sind. (stv)



Siehe auch:
Christian Balvig 6-tet
Norvald Dahl Organic Chamber
NilasaliN
Ninjabeat

 ísa: Ska te å bynne

Video-Link



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