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Alle Rezensionen zu Action & Tension & Space
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

Skåredalen Funhouse
(2018, Kapitän Platte/Indigo)

Fett! Wenn ein Album schon mit minutenlangen, repetitiven und süchtig machenden Basslinien startet, dann kling das verheißungsvoll. Bei Action & Tension & Space, das sollte man wissen, sind Mitglieder von The Low Frequency In Stereo, Lumen Drones, Electric Eye, Soft Ride, Ape Club und Undergrünnen aktiv. »SKÅREDALEN FUNHOUSE« ist das Debütalbum dieser musikalischen Haudegen aus dem südwestnorwegischen Haugesund. Das Quartett bewegt sich im weiten Niemandsland zwischen Krautrock, Jazz und Spacerock und schwelgt in den ausufernden Songstrukturen des Postrock. Diese Nordmänner kommen übrigens völlig ohne Worte aus, denn die Tracks sind konsequent instrumental eingespielt. Die Orgel klingt übrigens mindestens so majestätisch wie der Bass. Ray Manzarek von den Doors würde wohl zustimmend nicken.

Skåredalen existiert als Örtchen tatsächlich auf der norwegischen Landkarte, aber was es mit dem, dortigen Freudenhaus auf sich hat, müssen die Hörer selbst entscheiden. Vielleicht befindet sich das Dorf auch in einer Zeitschleife und hat nur 1969 existiert! Mit schwerblütigen Kifferträumen haben Tracks wie das treffend dem damaligen Zeitgeist entsprechend benannte »Lavalamps« nichts zu tun, das mit seinen verzerrten Gitarrensounds doch sehr leichtfüßig und angenehm nachdenklich daherkommt und sogar sehr dezent mit Countryklängen flirtet. Das verträumte »Cruise Control« könnte den Soundtrack für ein Roadmovie durch endlose Hinterland-Highways bilden. Das fast schon sehnsüchtige, fein verschachtelte »Eureka« verbeugt sich gekonnt vor den Doors, ohne in Ehrfurcht vor dieser stilbildenden Band zu erstarren. Siehe da: »SKÅREDALEN FUNHOUSE« entpuppt sich als Schatzkästlein voller funkelnder Ideen. (emv)



Siehe auch:
The Low Frequency In Stereo
Electric Eye

 Action & Tension & Space: Skåredalen Funhouse

Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      www.facebook.com/actionandtensionandspace

   

Explosive Meditations
(2019, Kapitän Platte/Cargo)

Die Sonne wird über dem musikalischen Universum von Action & Tension & Space in diesem Leben wohl nicht mehr aufgehen: Die norwegische Supergroup, bei der sich unter anderem ein Mitglied von The Low Frequency In Stereo tummelt, hat sich für die Aufnahmen zum dritten Album »EXPLOSIVE MEDITATIONS« auf die windumtoste Insel Karmøy zurückgezogen, wo die Aufnahmen innerhalb von nur zwei Tagen entstanden. Während ein Sturm über das Eiland fegte und Regenwände gegen die Fenster klatschten!

Die drei episch ausufernden Albumtracks bieten eine instrumentale Tour de Force durch Genre-Grenzlande, von Psychedelik über Postrock bis hin zu jazzigen Einflüssen. Das Quartett nimmt sich im 14-Minüter »Peruvian Dream« alle Zeit der Welt, um uns mit immer neuen Facetten des Düster-Nachdenklichen zu überraschen. Die Norweger pflegen erfreulicherweise keine markige Hau-Drauf-Mentalität, sondern überzeugen mit Lust an der Improvisation und dem Aufbauern himmelhoher Spannungsbögen. Sicher ist hier gar nichts! (emv)



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