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Alle Rezensionen zu Aurora
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Infections of a Different Kind – Step One
(2018, Decca)

200 Millionen Streams and 500.000 verkaufte Exemplare ihres Debütalbums »ALL MY DEMONS GREETING ME AS FRIENDS«: Aurora ist die allseits gehypte neue Lieblingsnorwegerin, gefeiert von den Mainstream-Postillen bis hin zu den anspruchsvolleren Blogs. Die heute knapp über 20jährige Musikerin aus Bergen spielte schon als Erstklässlerin Klavier und fing als Zehnjährige mit dem Songschreiben an. Dass sie schon früh in Richtung großes Publikum schielte, war von Anfang an nicht zu überhören. Einen Vertrag mit einem Major Label hat Aurora in der Tasche, und so sind die Aufnahmen für ihr zweites Album »INFECTIONS OF A DIFFERENT KIND - STEP ONE« auf einem Schloss in Südfrankreich entstanden und von namhaften Produzenten wie dem Landsmann Askjell begleitet worden.

Deutlich elektroppiger ist der Zweitling ausgefallen - und komplizierter, vielschichtiger! Was eine gute Nachricht ist: Denn die Dinge sind sehr selten schwarz-weiß. Im sehr tanzbaren, mit archaischen Sami-Rythmen spielende »Queendom Come« geht es darum, sich selbst als Kriegerin zu akzeptieren: Wir können kämpfen, und wie! Unverändert steht aber Auroras glockenhelle Stimme im Mittelpunkt: Als wenn die Eiskönigin zu singen beginnt! Unterstützt wird die Musikerin vom Trondheim Symphony Orchestra, der Harfenistin Ruth Potter (die mit Florence And The Machine arbeitet), einem Cello-Quartett und einem Schwulenchor aus Oslo. In der LGBT-Community hat die Norwegerin ohnehin viele Fans. Bisweilen also sehr üppig und sehr warm fällt der Sound auf dem Zweitling aus, obwohl im Hintergrund immer eine leichte Beunruhigung lauert. Ganz besonders bei sich aber scheint Aurora in den ruhigeren Songs, folkig-balladigen Songs wie »It Happened Quietly«, die allerdings alles andere als harmlos sind, sondern leise Schauergeschichten erzählen: Denn das Opfer kommt aus den Schatten zurück und bringt sich nachdrücklich in Erinnerung. Sympathisch ist Aurora im Übrigen auch deshalb, weil Ober-Zauberer Albus Dumbledore ihr Held ist. Dessen Credo: »It does not do to dwell in dreams and forget to love« ist ihr innerer Kompass. (emv)

 Aurora: Infections of a Different Kind – Step One

Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      https://www.aurora-music.com/

   

A Different Kind Of Human - Step 2
(2019, Decca)

Es ist Zeit, Farbe zu bekennen: Aurora bezieht auf ihrem dritten Album »A DIFFERENT KIND OF HUMAN - STEP 2« explizit Stellung gegen die allgegenwärtige Umweltzerstörung. Und tritt dabei als zornige Streiterin für die Erhaltung der ökologischen Vielfalt auf. »You cannot eat money« schleudert sie ihren Hörern auf »The Seed« wie eine Streitaxt entgegen, einem der emotionalen Höhepunkte des Albums. Die Anfangszwanzigerin traut sich was: Von der zarten nordischen Elfe, die mit den Wölfen um die Wette rennt, hat sie sich binnen kürzester Zeit den leicht experimentellen, elektropoppigen Klängen zugewandt, ohne an Zugänglichkeit und Authentizität einzubüßen. Vielleicht liegt es an ihrem Markenzeichen, der glockenhellen Stimme!

In der Welt von Aurora sind die Dinge gleichzeitig kompliziert, zart, verträumt, wütend und temperamentvoll. Für einfache Welterklärungsmodelle sind andere zuständig! Tanzbar sind Tracks wie das von wildem Schlagwerk geprägte »The River« aber allemal! Dabei beherrscht die Norwegerin weiterhin auch die ruhigen Töne, wie sie mit dem innigen Titelstück beweist. Vor allem aber gelingt Aurora ein Kunststück: Trotz des stilistischen Wandels ist sie sich treu geblieben. (emv)

Video-Link



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