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Alle Rezensionen zu Blackie Blue Bird
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

Goodbye In July
(2020, Aenaos Records)

Vom Albumtitel »GOODBYE IN JULY« sollte man sich nicht täuschen lassen: Sommerlich leichte Gefühle kommen beim zweiten Longplayer der Kopenhagener Elfenpop-Enthusiasten Blackie Blue Bird nicht auf. Sängerin Heidi Lindahl und Komponist Nils Larssen bewegen sich weiterhin in verschatteten Welten, in denen die Liebe durchweg schwarze Gewänder trägt. Melancholisch und verträumt sind diese zarten Sounds, die sich allerdings gefährlich nah an der Grenze zur harmlosen Beschaulichkeit bewegen. Denn diese elf Songs drohen durch ein Übermaß an edlen Gefühlen in Richtung Gesäusel zu kippen. Die Slide-Gitarre schluchzt ein bisschen viel! Dass Blackie Blue Bird angeblich Assoziationen an Nick Caves legendäres Album »MURDER BALLADS« wecken sollen, ist eine ziemlich freche Behauptung. Wenn nicht gar eine arge Majestätsbeleidigung!

Keine Frage: Wer unter mittelleichtem Liebeskummer leidet und seinen Herzschmerz auf gehobene Weise pflegen will, für den ist »GOODBYE IN JULY« der perfekte Soundtrack. Wahr ist aber auch, dass keiner dieser verlangsamten, folkpoppigen Songs wirklich hängenbleiben will. Und im Track Love Me Like You Have Never Been Hurt« ist die Grenze zum Kitsch endgültig überschritten. Ob man den Machern von Rosamunde-Pilcher-TV-Schmonzetten mal den Tipp geben sollte, in das musikalische Schaffen der beiden Kopenhagener hereinzuhören? Das wäre dann doch ein bisschen gemein. (emv)

 Blackie Blue Bird: Goodbye In July

Offizielle Website

Offizielle Website      https://www.facebook.com/blackiebluebird

   

Ghost River
(2018, AF Music)

Es gibt eine Frage, die sich beim Hören von »GHOST RIVER« immer wieder stellt: Ist das nun Edelkitsch oder nicht? Heidi Lindahl, die Sängerin des Kopenhagener Duos Blackie Blue Bird, schmachtet mit solch glockenheller Feenstimme, dass Enya glatt neidisch werden könnte. Den Stil der beiden Dänen kann man wohlwollend als Dream Pop und etwas kritischer als New-Age-Elfengesäusel bezeichnen. Dass hier Engel durch die Songs flirren, ist keine wirkliche Überraschung. Irgendwo zwischen neo-keltischen Klängen, Americana und gehobenem Folkpop bewegen sich Blackie Blue Bird im getragenen, gemächlichen Tempo. Man kann diese Klänge auch arg betulich nennen.

Wenn die Arrangements nicht so fein und kundig wären, wie im bluegrassigen »The Weeping Willow«! Und nicht auch ruhige kleine Folkballaden dabei wären wie »Please Don´t Go«! Seicht sind diese Känge also keineswegs. Aber dann sind da auch die Songs wie »Flying Too Close To The Ground« mit ihren weinenden Gitarrenklängen, die dann eben sehr nah am Kitschäquator segeln. Und in gehobenen Esoteriker-Praxen in der Telefon-Warteschleife zu hören sein könnten. Zusammengefasst: Blackie Blue Bird entwerfen eine Welt, die einen Tick zu schön ist. (emv)

Video-Link



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