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Alle Rezensionen zu Ocelot
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Mä Voin Otaa Sun Ikävän Pois
(2019, Soliti SOLITI072)

Ein verhalltes Piano. Ein leicht schräger Walzer. Und darüber liegt die unruhige, koboldhafte Stimme von Emilia Pennanen: Es sind subtil verstörende Töne, die uns Ocelot auf ihrer Debüt-EP »MÄ VOIN OTTAA SUN IKKÄVÄN POIS« präsentieren. Übersetzt heißt das übrigens »Was kann ich mitnehmen?« Das Trio aus Helsinki hat mit Schönspiel nichts im Sinn, sondern ist spröde, ist unberechenbar und auf eine merkwürdige Weise sehnsüchtig. Pennanen maunzt und kiekst in bester Schauerballaden-Manier. Um Angst, Unsicherheit und Orientierungslosigkeit einer Mitzwanzigerin geht es hier. Und irgendwie auch ums Aufbegehren mit Hilfe der Poesie.

Die vier Songs der EP sind erfreulicherweise aufs Wesentliche reduziert und bewegen sich in bester Tradition finnischer Querköpfe wie Eleanoora Rosenholm oder Paavoharvju. Mit am besten gefällt hier der Track »Hämärä«, das so klingt, als sei es in den Grenzlanden zwischen Tag und Traum enstanden. Geht es hier um junge Frauen, die wie im Märchen ausgezogen sind, um das Gruseln zu lernen? Nein, viel eher darum, die Welt mit all ihren zarten Abstufungen der Farbe Grau zu lieben. (emv)



Siehe auch:
Eleanoora Rosenholm
Paavoharju

 Ocelot:  Mä Voin Otaa Sun Ikävän Pois

Audio-Link Offizielle Website

Offizielle Website      https://solitimusic.com/artists/ocelot/



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