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Alle Rezensionen zu Swan/Koistinen
(Genre »Avantgarde«, Land »Finnland«)

 

s/t
(2019, Soliti Soliti073)

Unruhig. Fiebrig. Dringlich. Aber auch poetisch, hoffnungsvoll und voller Angst. So klingen die vier Tracks auf der ersten gemeinsamen, selbst betitelten EP der beiden finnischen Musikerinnen Astrid Swan und Stina Koistinen. Die beiden jungen Frauen sind Kämpferinnen. Und Überlebende. Seit Jahren ist ihr Leben durch schwere Krebserkrankungen bestimmt. Aber sie wollen nicht nur als Leidende, als Patientinnen definiert zu werden. Swan und Koistinen kredenzen uns auf diesen intensiven, von fein experimentellen Klängen begleiteten Songs keine leichte Kost: Es geht hier darum, die Erfahrung der Krankheit durch Musik sinnlich und künstlerisch erfahrbar zu machen. Für die feinen Streicher-Arrangements haben sie keinen Geringeren als den Kanadier Owen Pallett (Arcade Fire, Final Fantasy) gewinnen können.

Es sind Stimmen aus der Dunkelheit, aus dem Leben mit der allgegenwärtigen Angst, die in Songs wie »Diagnosis« erklingen. Es sind aber auch Stimmen des kraftvollen Aufbegehrens und des galligen Spottes, die im Track »Hospital« erklingen. Im letzten Track »Singing« gelingt es den beiden Musikerinnen sogar, ihre Erfahrungen in ein leuchtendes Melodrama zu verwandeln. Völlig kitschfrei. So viel Mut muss frau erstmal haben! (emv)



Siehe auch:
Astrid Swan

 Swan/Koistinen: s/t

Video-Link



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