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Alle Rezensionen zu The Violent Years
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

Via Antarctica
(2019, Apollon Records/Membran)

Wie soll man diese Welt voller Schmerz, Ungerechtigkeiten und Enttäuschungen bloß aushalten? Einfache Antworten haben auch The Violent Years aus Norwegen nicht parat. Aber mit den vier Phasen des Trauerns kennen sie sich aus: Das Nicht-Wahrhaben-Wollen haben sie längst hinter sich gelassen. Sie sind in der zweiten Phase angelangt: Voller Zorn, Aufbegehren, Wüten. Denken wir Nick Cave, denken wir den düsteren Johnny Cash, denken wir American Music Club und denken wir Einsamkeit und weite Landschaften. Dann sind wir schon ziemlich genau da, wo sich die Norweger auf ihrem dritten Album »VIA ANTARCTICA« einordnen: bei den klassischen Verlierern.

Sänger Kenneth Bringsdal füllt hingebungsvoll und ohne Eitelkeit den schwierigsten Part von allen aus: den des charismatischen Frontmanns. Er leidet, er schreit, er kämpft, er fällt, er steht wieder auf. Er verliert die Hoffnung nicht, dass es trotzdem irgendwann einmal gut sein wird. Von den düsteren Americana-Sounds der Vorgängeralben haben sich The Violent Years verabschiedet und zelebrieren hier einen rockigen, postpunkigen Sound. Im flotten »Stone Among Stones« zeigt die Band aus dem Küstenstädtchen Mandal, dass sie durchaus auch leichtfüßig und poppig kann. Das verlangsamte »Here Comes The Fear« verbeugt sich hörbar vor Meister Cave, während das ausufernde »The Plague« das Zeug zur gehobenen Schauer-Moritat hat. Eindeutig ein Album für die Zeit nach Mitternacht! (emv)

The Violent Years: Via Antarctica

Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      www.violentyears.com



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