Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Dualistic
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Dualistic [ohne Titel]
(2019, Losen Records/In-Akustik LOS 214-2)

Der aus Kristiansand stammende Pianist Bernt Moen hat sich gemeinsam mit seinen Mitstreitern aufgemacht, dem altehrwürdigen und gleichzeitig immer aktuellen Pianotrio-Format eine weitere stilistische Nuance hinzuzufügen. »Metal-Jazz« nennt er das, wenn Tobias Øymo Solbakk das Schlagzeug wie in einer Heavy Metal Band bearbeitet und Fredrik Sahlander dazu seinen tiefen Rockbass pluckern lässt…

Diese Forschungsarbeit weg von der Hauptstraße des Trio-Jazz und hinein in abseitigere Gefilde ist grundsätzlich natürlich sehr lobenswert, doch geht dieses Konzept geht leider nicht an allen Stellen bündig auf, weil sich Moen mit seinem Flügel häufig enorm strecken muss, um gegen die gewaltige Klangkulisse der Rhythmusgruppe anzukommen. Zu oft bleiben ihm als Ausweg nur kantige Fortissimo-Bassläufe der linken Hand (der E-Bass spielt dann noch ein Stockwerk tiefer), und auch in der rechten Hand gibt es neben der Vortragsart »Hau den Lukas« wenig Spielraum für dynamische Variationen. Und so wiederholt sich dieses Schema ein ums andere Mal, freilich mit netten Breaks hier und rhythmischen Finessen da.

Wenn es den Jungs allerdings gelingt, diese Arrangement-Falle zu überwinden, wird es interessant: etwa in »En Rimelig Hard Idé«, dessen Titel den Nagel auf den Kopf trifft und das Jazz und Metal auf beeindruckende Weise zusammenführt – und vor allem im wunderbaren Abschlusstück »Twister«, in dem während eines lyrischen Bass-Solos endlich auch mal Zeit für ruhige (und dennoch rockige) Momente bleibt. Ausbaufähig. (stv)



Siehe auch:
Nypan
Red Kite
Shining

 Dualistic: Dualistic [ohne Titel]



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel