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Alle Rezensionen zu Bangkok Lingo
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

smells / colours / noise
(2019, Losen Records/In-Akustik LOS 193-2)

Wenn sich fünf norwegische Musiker der jüngsten Generation zusammentun, im Vergleich zu klassischen Quintettbesetzungen aber auf ein Harmonieinstrument verzichten und dafür lieber dem Schlagzeuger Henrik Håland, der noch dazu fast alle Stücke komponiert hat, lieber einen Percussionisten (Ivar Myrset Asheim) an die Seite stellen, dann weiß man schon in etwa, was man von diesem Album zu erwarten hat: Es brennt an allen Ecken und Enden.
 
Und so bedarf es nur ein wenig kindlicher Fantasie, dass man Lyder Øvreås Røeds (Trompete) und Lauritz Skeidsvolls (Saxofon) energisch vorgetragene Linien bereits im ersten Song mit einem knallroten Feuerwehrauto assoziiert, das in vollem Karacho durchs Wohnzimmer braust. Doch mit ihren Tatütata-Quarten schüren sie die Glut, welche die Rhythmusgruppe (Bass: Olav Imerslund) entfacht, nur noch mehr.

Über das gesamte Album hinweg entwickelt die Truppe einen feurigen, ausgebufften Jazz der reinsten Sorte mit allen Brandbeschleunigern, die man dazu benötigt: zündende Riffs, lodernde Soli und danach ein Sich-wieder-finden in explosiven Unisono-Linien. Das alles unterlegt von einem feuerfesten Rhythmusteppich. Mit dem vielzitierten nordischen Jazz mit dem man weite (Klang-)Landschaften verbindet, hat das nichts gemein, Bangkok Lingo hinterlassen hier allenfalls verbrannte Erde.

Falls Sie nun Lunte gerochen haben und mal in der Gegend sind: Live muss die Band erst recht eine echte Offenbarung sein – man sagt, da brenne der Baum! (stv)



Siehe auch:
Megalodon Collective
John Faxe
Slow Is The New Fast

 Bangkok Lingo: smells / colours / noise



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