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Alle Rezensionen zu Ára
(Genre »Folk«, Land »Schweden«)

 

Vuoste Virdái
(2014, Westpark 87251)

Hinter Ára steht vor allem Simon Issát Marainen, der nicht nur als Joiker und Sänger ganz vorne steht, sondern auch die Texte verfasst hat. In diesen befasst er sich mit Vergangenheit und Zukunft, mit Natur und Mystik und dem Leben an sich – und mit dem Stand der Sami in der Gesellschaft, etwa in »Bálvaleaddjit«, wo er anklagt: Lange waren die Sami die Sklaven des Staates, und er fragt: Hatten die Sami einen Wert, eine Würde, und haben sie das jetzt? Die Antwort gibt er ein paar Songs weiter, gegen Ende tauscht er den traditionellen Joik gegen Gesang in samischer Sprache: »Leage sápmelaš, leage sápmelaš« wiederholt er minutenlang – Sei Same!

Und gerade daran hält sich Marainen mit seinen fünf Mitmusikern, darunter Frida Johansson (Keyboards, Violine, Gesang) und Johan Asplund (Trompete und Flügelhorn) nicht so ganz, wenn man sich die Musik anschaut. Da schielen Ára doch ziemlich weit in Richtung Pop und Rock. Leider gelingt ihnen die Vermählung traditioneller archaischer Elemente mit Mainstream nicht allzu gut, trotz Marainens unbestreitbaren Joik- und Gesangsqualitäten. Aber die Songs schweben qualitativ in den Sphären zwischen Gabalier und Goisern, und wirken teilweise ungelenk zusammengeschustert. Das kann man besser und spannender gestalten. (tjk)

 Ára: Vuoste Virdái



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