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Alle Rezensionen zu Local Al
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

EP2
(2019, Soliti Soliti075)

Der Mann ist ein Querkopf. Aleksi Pahkala, ein Urgestein der Helsinki-Indieszene, mischt seit Jahren als Mitglied von Bands wie Gim Kordon oder The Duplo mit. Und damit nicht genug: Das eigensinnige Multitalent hat auch als Produzent für Radio Helsinki und als Filialleiter beim legendären Stupido Shop gearbeitet. Zudem war er als Menschenrechtsaktivist maßgeblich an der Organisation von Großdemonstrationen in Helsinki beteiligt. Ganz klar: der Mann hat etwas zu sagen. Während es in der ersten EP einer geplanten Trilogie um das Leben ging, bezieht Pahkala auf »EP2« gegen politische Ungerechtigkeit Stellung. Gleich im Opener »Meitä Tarkkaillaan« kritisiert der Meister im Lo-fi-Stil zu trotzigen elektronischen Störgeräuschen, einer scheinbar ganz harmlosen Gitarre und viel psychedelischem Hall auf der Stimme die systematischen Menschenrechtsverletzungen in China. Uff!

Offene Worte gegen politische Missstände sind eine Sache, eine rauhe Zärtlichkeit gehört aber auch dazu: Der Track »Maailma Palaa« ist die persönliche Liebeserklärung des Meisters an die elektro-akustische Dub-Musik. Und hey, die Hoffnung wollen wir trotz aller Bösewichte und Dummköpfe dieser Welt noch lange nicht aufgeben: mit der naiven, straßenköterigen Hymne »Joskus On Parempi Olla AivanHiljaa« (übersetzt: Einfach mal die Klappe halten!) macht der Mann deutlich: Wir sollten das Leben genießen und mit leicht scheppernden und windschiefen Indiepop-Hymnen auch feiern! Local Al schreibt Musik für widerspenstigen Waldschrate und alle, die es noch werden wollen! (emv)



Siehe auch:
Gim Kordon

 Local Al: EP2

Offizielle Website

Offizielle Website      https://www.local.net

   

EP3
(2019, Soliti Soliti077)

Einfacher wird es nicht: Local Al beschäftig sich im letzten Teil seiner EP-Trilogie mit Verlust, Trauer und düsteren Orten. Aleksi Pahkala, der Querkopf hinter dem musikalischen Soloprojekt, zelebriert hier unbeirrt seinen Lo-fi-Ansatz zwischen handgemachten Indiesounds und eigenwilligen elektronischen Klängen. Eine EP für Miesepeter ist allerdings nicht entstanden: Im sympathisch scheppernden »Arlesin Talvi« beschäftigt sich Local Al mit dem Winter im südfranzösischen Arles und macht aus der ungewohnt stillen Stadt einen Ort der Wunder: Seine Frau und er haben dort nämlich ihre Flitterwochen verbracht!

Im ruhigen »Peilistä tuijottaa vanha mies« (Ein alter Mann schaut in den Spiegel) thematisiert er zu einfachen Gitarrensounds den Tod seines Vaters. Was einfach beginnt, wird zur immer dichteren Reflektion in Sachen Vergänglichkeit: Das ist der perfekte Soundtrack für einen verregneten Spätnovember-Nachmittag, wenn das Licht immer früher schwindet! Mit dem verschwurbelten »Mikä on vointi tänään?« (Was fühlt sich heute an?) macht der Meister aus dem Träumen eine wunderbar verschrobene Sache. Fühlt sich gut an! (emv)

Video-Link



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