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Alle Rezensionen zu Excelsior
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

O Horizon
(2019, Big Oil Recording)

Hohe Lust am Fabulieren: Bei ihrem Soloprojekt Excelsior erzählt die dänische Musikerin Anja T. Lahrmann eigenwillige kleine Kunstmärchen an der grünen Grenze zwischen anspruchsvollem Pop und intelligenter Avantgarde. »O Horizon« heißt das Debütalbum der Kopenhagenerin, die bereits vor knapp zehn Jahren als Mitglied der Indierockband Ice Cream Cathedral auf sich aufmerksam gemacht hat. »O Horizon« ist Teil eines ehrgeizig angelegten Gesamtkunstwerks: Im Frühjahr 2020 soll ein Buch im Rahmen des Projektes erscheinen, und für den Herbst hat Lahrmann eine Installation geplant.

Worum geht es also in diesen Songs, in denen elektronische Störgeräusche wie weiße Nebelfetzen treiben, in denen gehobene Discosounds für schlaue Hörer erklingen und Spielekonsolensounds Schabernack treiben? Um Entfremdung von sich selbst und anderen. In dunkelblaue Farben gehüllt ist der Track »Time Of None«, in dem die Sängerin Grenzen zwischen gestern, heute und morgen einreißt und sich in ein Land aufmacht, in dem die Gewissheiten schwinden. Die helle, fragile Stimme Lahrmanns ist dabei die Fackel, der wir in die Dunkelheit folgen. Inspirieren lässt sie sich im Übrigen von Lautenmusik aus der Renaissance, Fanfarenklängen, Dungeon-Synthsounds und Mythen über die weibliche Anatomie. Klingt kompliziert? Ist es auch! Aber auf wundersame Weise auch sehr inspirierend! (emv)

 Excelsior: O Horizon

Video-Link



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