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Alle Rezensionen zu Inger Nordvik
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Time
(2020, Asta Records AR 001CD)

Kate Bush, Tori Amos und Joni Mitchell vereinigen, nach Norwegen schicken und dort eine – freilich Englisch gesungene – Melange aus Art Pop, Jazz und zeitgenössischer E-Musik schreiben, singen und spielen lassen? Nicht nötig, denn dafür gibt es jetzt Inger Nordvik. Die aus Harstad im Norden geborene und mittlerweile großteils in Berlin lebende Sängerin und Pianistin legt mit »TIME« ein sehr gelungenes und erstaunlich reifes Debut vor, das sie mit einem Schlag ziemlich weit nach vorne katapultiert.

Dass Inger Nordvik eine klassische Piano-Ausbildung genossen und später sogar klassischen Gesang studiert hat, hört man an interessanten Harmonisierungen und Arrangements. Diese kommen besonders dann zur Geltung, wenn sie allein oder mit kammermusikalischer Begleitung, also ein paar Streichern agiert: »For A While« ist ein sehr gelungenes Beispiel. Auf anderen Stücken wird sie von Karl-Erik Enkelmann, dem deutsch-norwegischen Bassisten von Julia Kadel, und Dag Magnus Narvesen (u.a. bei Alexander von Schlippenbach) am Schlagzeug begleitet, auf »Lostֿ« erklingt sogar ein expressives Saxophon-Solo. Ein weiterer Höhepunkt ist »Wolves And Sheep«. Aufgenommen haben sie in zwei alten Kirchen, was dem Klang eine besondere Farbe verleiht. Thematisch beschäftigt sie sich mit Liebe, Tod und Politik – wobei sie eher Fragen stellt als Antworten gibt. Jedenfalls schreibt Inger Nordvik ambitionierte Songs und versteht diese sehr gut zu inszenieren. (tjk)



Siehe auch:
Dag Magnus Narvesen
Gunhild Seim & Time Jungle

Inger Nordvik: Time

Offizielle Website

Die CD »Time« war »CD des Monats« im Monat 2 / 2020.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Interessant, dass Inger Nordvik, etwa im Deutschlandfunk, der Berliner Szene zugeordnet wird. Ich Nordnorwegen-Freund hätte ich sie doch eher dort oben verankert. Als Pfarrerstochter in Harstad in nordischer Natur Aufgewachsene bringt sie eine ganz eigene Poesie mit. Schön, wie sie unaufdringlich vielseitiges Songwriting mit dezidiert nordischer Note bietet.
Ingo J. Biermann

Statt der durchaus lobenswerten Musik, möchte ich hier auf den exquisiten Klang eingehen: Die Bässe sind trocken und klar, während die Becken bis in höchste Höhen sehr präzise klingen. Zwischen diesen Grenzen bilden sich die Kirchenräume mit großer Tiefenstaffelung ab. Rundum eine audiophile Aufnahme!
Stefan Vinaricky

Der Jazz-Aspekt könnte nach meinem Geschmack bei dieser Scheibe etwas ausgeprägter sein, und auch finde ich da nur wenig Anklänge an eine »Berliner Songwriter«-Szene, aber als charmantes, auch intimes Pop-Album mit einem intensiven nordischen Sound ist »TIME« ein exzellentes Debüt!
Leif Haugjord


Eva-Maria Vochazer

Offizielle Website      https://www.ingernordvik.com



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