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Alle Rezensionen zu Gabriel Ólafs
(Genre »Avantgarde«, Land »Island«)

 

Absent Minded
(2019, One Little Indian)

Die isländische Neoklassik-Szene hat ihr neues Wunderkind: Will Gabriel Ólafs etwa in die Fußstapfen von Ólafur Arnalds treten? Der Jungspund zeigt jedenfalls mit seinem Debütalbum »ABSENT MINDED«: Das Piano ist für ihn das Instrument, um feinste Seelenregungen ausdrücken zu können. Ein sensibler Träumer, der flüchtigen Stimmungen nachspürt und so die Welt ganz sachte zum Stillstand bringt: So einer ist Gabriel Ólafs, der schon im Alter von fünf Jahren am Klavier sitzt. Mit 14 schreibt er seine ersten eigenen Songs, wenig später studiert er klassisches- und Jazzklavier in Reykjavík und und als Anfangszwanziger bringt er das Kunststück fertig, einen Plattenvertrag mit dem renommierten britischen Label One Little Indian zu ergattern, wo auch Landsfrau Björk seit langen Jahren ihre Alben veröffentlicht.

Sanfte Streicherklänge, kitschfrei, sind wie bei Ólafs wie bei Ólafur Arnalds sparsam eingesetzt, um Emotionen noch genauer herauszuarbeiten. Ganz besonders in seinem Element scheint der Nachwuchskünstler in reduzierten Tracks wie »Another Fall, Another Spring«, die schwerelos schwebend daherkommen. In ruhigen Kompositionen wie der »Floral Hymn« macht sich der jazzige Einfluss beim Jungspund bemerkbar. Das zarte »Think Of Home« könnte man sich auch als Soundtrack für einen ruhigen Independent-Film vorstellen. Auch live vermag es Gabriel Ólafs zu überzeugen: Beim Eurosonic Festival in Groningen Anfang des Jahres versetzte er das dichtgedrängt in einer Kirche sitzende Publikum in einen Zustand andächtigen Zuhörens! (emv)



Siehe auch:
Ólafur Arnalds
Björk

Gabriel Ólafs: Absent Minded

Offizielle Website

Offizielle Website      https://www.gabrielolafs.com

   

Piano Works
(2020, One Little Indian)

Ein Walzer, ein kleiner, leicht melancholischer Walzer, zu dem man beschwingt durch regentrübe Tage tanzen kann: Fast fühlt man sich auf »PIANO WORKS«, der neuen EP des isländischen Piano-Newcomers Gabriel Ólafs, an die wunderbare Welt der Amélie und den stilprägenden Soundtrack von Yann Tiersen erinnert. Bewusst nur auf das Klavier reduziert gelingt es der Nachwuchskraft aus Reykjavík dennoch, seine ganz eigene, taubengraue Welt zu erschaffen. Ganz klar, dass Altmeister Erik Satie hier als Inspirationsquelle nicht fern ist.

»PIANO WORKS« ist Teil der ehrgeizig angelegten »Dekonstruktions-Serie« des Ólafs-Labels One Little Indian.Die EP versammmelt sowohl neue Songs als auch Neubearbeitungen seiner bisherigen Tracks. Den Großteil der EP hat der junge Isländer in Eigenregie eingespielt. Songs wie das zerbrechliche »Mosi« stehen in der großen Tradition klassisch-empfindsamer Pianopoesie. Die Welt kommt hier fast unmerklich zum Stillstand. Und das auch noch komplett kitschfrei! Man schließt die Augen und lässt sich einfach mit den Wolken davontreiben. (emv)



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