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Alle Rezensionen zu Panu Savolainen
(Genre »Jazz«, Land »Finnland«)

 

Toivo
(2015, Doorbell Music DOORBELL 0002)

So haben wir das gern: Führt uns doch Panu Savolainen mit dem ersten Stück gleich auf eine komplett falsche Fährte! Mit wunderschönem weiblichen Gesang, zu dem sich gleich noch eine zweite Sängerin gesellt – davon steht doch in der Besetzung gar nichts! Doch, innen im Cover, ziemlich versteckt, finden wir Yona und die Rajaton-Sängerin Aili Ikonen. Zwei große Könnerinnen, aber das trifft auf die Hauptakteure dieser CD genauso zu: Panu Savolainen ist neben Severi Pyysalo der führende Vibraphonist der finnischen Jazz-Szene, der Gitarrist Teemu Viinikainen ist dort schon ein Star. Der dritte im Bunde ist mit Jori Huhtala ein ebenso renommierter Kontrabassist. Hinsichtlich des Albumtitels »TOIVO« führt uns Savolainen nicht in die Irre: Das bedeutet auf Deutsch zwar auch »Hoffnung«, aber auf dem Cover steht auch »Music by Toivo Kärki«.

Dieser Toivo Kärki (1915-92) war einer der ganz großen Komponisten, Arrangeure und Produzenten der finnischen Popularmusik, sei es in Schlager oder Tango, Film- oder Theatermusik. Es wurden ca. 1400 seiner Kompositionen aufgenommen, viele davon wurden Hits. Und neun seiner Songs schafften es auf diese Trio-CD von Panu Savolainen. Der hat die Stücke für diese intime Besetzung arrangiert: Teilweise richtig jazzig und swingend (wobei auch Kärki Jazz-Elemente verwandte), manchmal veränderte er die Stimmung. Ein paar Songs klingen aber auch so, wie sie in den 50er und 60er Jahren hätten klingen können, man wartet manchmal nur noch auf den Sänger oder die Sängerin.

Savolainen, Viinikainen und Huhtala spielen traumhaft zusammen, agieren und reagieren und hören aufeinander – sehr feinsinnig klingt diese CD, mit schönen Soli aller Beteiligten. »Kulkurin Iltatähti« und der Klassiker »Siks Oon Mä Suruinen« zählen zu den Höhepunkten. A propos Sängerin: Auch beim letzten Stück, »Syysyössä Kahden« taucht eine auf, nämlich Ninni Poijärvi. Der beste Song ist aber gleich der schon erwähnte erste: »Aloha Wau Ia ‘Oe« klingt genau so, auch dank Cajon von Tuomas Timonen. An dieser CD hätte Toivo Kärki sicher seine Freude gehabt. (tjk)



Siehe auch:
Teemu Viinikainen Trio
Yona
Rajaton
Timo Alakotila

Panu Savolainen: Toivo

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.panusavolainen.com



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