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Alle Rezensionen zu Wormwood
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Ghostlands - Wounds From A Bleeding Earth
(2020, Black Lodge BLOD143CD)

Es gibt sie doch, neue(re) Black Metal-Bands aus Schweden, die aufhorchen lassen. Wormwood wurden 2014 als Black’n’Roll-Kapelle gegründet. Auf dem drei Jahre später veröffentlichten Langspieldebüt »GHOSTLANDS – WOUNDS FROM A BLEEDING EARTH« haben sie sich jedoch dem melodischen Black Metal zugewandt. 2020 veröffentlicht Black Lodge die Scheibe der Stockholmer erneut – mit einem überarbeiteten Cover und aktuellem Bandlogo.

Mit dem instrumentalen Intro »Gjallarhornet« stimmt das Quintett um Fronter Nine die Hörer auf den atmosphärischen 59-Minüter ein. Härter geht’s im anschließenden »The Universe Is Dying« zur Sache, einer Mischung aus dunklen, boshaften Growls, epischen Melodien und einigen angriffslustigen Rhythmen. Diese Grundstimmung gilt für alle Stücke auf dem Debüt, wobei manche roher, manche melancholischer und manche noch epischer ausfallen.

Ausreißer sind das knapp zweiminütige Zwischenspiel »Silverdimmas Återsken« mit Gastsängerin Alexandra »Lalla« Moqvist und das folgende folkige »Tidh ok Ödhe«, intoniert im Schwedisch aus dem Jahre 1500, garniert mit einem Gastspiel an der Geige von Martin Björklund (Månegarm live). Gelegentlich lockern klare Gitarrenpassagen den schwarzmetallischen Sound auf, etwa im abwechslungsreichen »Oceans«, im rockigen »Godless Serenade« oder dem packenden »The Boneless One«. Wenngleich sich einige Lieder im Aufbau ähneln, und es die eine oder andere Länge gibt: Mit »To Worship« setzen Wormwood ein fettes Ausrufezeichen ans Ende des Albums – von dieser Truppe werden wir noch hören! (nat)



Siehe auch:
Månegarm

 Wormwood: Ghostlands  - Wounds From A Bleeding Earth

   

Nattarvet
(2019, Black Lodge BLOD137CD)

Der zweite Streich der melodisch-melancholischen Black Metaller aus Stockholm: »NATTARVET«, dessen Texte von einsamen und verzweifelten Menschen handeln, meist während der Hungersnot in Schweden (1867-1869). Auf dem Konzeptalbum punkten Wormwood knapp 54 Minuten mit erhabenen Melodien, detailverliebtem Songwriting und folkigen Nuancen. Nur sieben Stücke packen die Schweden auf die Scheibe, die allerdings trotz ihrer Länge nie langweilen.

Gekonnt weben sie Ruhepausen und instrumentale Passagen in den Blastbeat-Teppich (»The Isolationist«) , lösen mächtige Riffs durch zarte Akustikmelodien ab (»The Achromatic Road«). Höhepunkte der Raserei – und des Albums: »Tvehunger«, ein furioses Werk, in dem ein Dorf von Werwölfen heimgesucht wird, sowie »Arctic Light«, das nahezu punkig beginnt und dann in elegische Tiefen hinabsteigt, dem in der Arktis schiffbrüchigen, dem Wahnsinn verfallenden Protagonisten musikalisch folgend. Fazit: ein kitschbefreites Prachtexemplar, begeisternd-bedrückend, episch, frostig.

PS: Als Mikrogäste sind dieses Mal Mika Kivi (Paara), Erik Grawsiö (Månegarm) und Moa Sjölander dabei, außerdem erneut der Geiger Martin Björklund (Wachenfeldt). (nat)



Siehe auch:
Månegarm



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