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Alle Rezensionen zu School Of X
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

Armlock
(2020, Tambourhinoceros)

Verändert die Corona-Pandemie unsere Sicht auf die Popmusik? In der Tat, das tut sie. Denn wenn sich heutzutage ein privilegierter Endzwanziger ausgiebig in Selbstmitleid suhlt und sich schon seit Jahren vor dem Tod fürchtet, dann wirkt das im Frühjahr 2020 reichlich deplatziert. Was hat der Mann denn für Luxusprobleme, denkt man sich bei Lektüre des Promotextes. Littauer, der Mann hinter dem Kopenhagener Synthiepop-Projekt School Of X, hat mit »ARMLOCK« sein Debütalbum vorgelegt. Wer im Promotext liest, dass »Littauer erkennt, dass seine Hingabe an die Musik keinen Raum für andere Träume lässt, ein Bohème-Café in Lateinamerika zu eröffnen oder um die Welt zu segeln«, fremdschämt sich unwillkürlich für diese selbstzentrierte Weltsicht.

Rasmus Littauer, jahrelang als Schlagzeuger von MØ weltweit auf Tour, liefert mit seinem Debüt luxuriösen, gefühlsbetonten, die Innerlichkeit zelebrierenden Synthiepop. Mit gefälliger Falsett-Stimme gibt er den empfindsamen Musiker wie aus dem Baukasten für blasse Grübler. Songs wie »Forgot Me On The Moon« plätschern seelenschmeichelnd genug dahin. Nur: Ich will im Moment von deinen kleinen Problemen nichts hören, lieber Rasmus. Weiche von mir und flenne möglichst lautlos in Deiner Mini-Ecke herum. Musiker, Ihr müsst Euch heutzutage neu erfinden: Denn ein solch hohles, oberflächliches Gejammer zum Hintergrund von Alben wird auf absehbare Zeit keiner mehr lesen und hören wollen. (emv)

 School Of X: Armlock

Offizielle Website

Offizielle Website      www.schoolofx.org



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