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Alle Rezensionen zu Kauko Röyhkä
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Etelän Peto
(2017, Svart Records 084CD)

Der Titelsong zu Beginn schlägt gleich mit kräftigen, stampfenden Rhythmen und einer schneidenden Slide-Gitarre zu: Kauko Röyhkä macht auf »ETELÄN PETO« sofort klar, dass er sehr energiegeladen unterwegs ist. Dies ist – je nach Zählweise – schon Kauko Röyhkäs 28. Album, einen vergleichbaren Output haben nicht allzu viele finnische Musiker. Der Titel bedeutet »Die Bestie aus dem Süden«.

»Tahdon Sukeltaa Yöhön« erinnert mit seinem Refrain gar an T-Rex, Jarmo Heikkinen hat wieder starke Momente an der Gitarre. Generell ist seine »The Boots«-Band ausgesprochen geradlinig und sportlich drauf: Pete Heikkinen am Bass und Rape Raappana an den Drums lassen wirklich nichts anbrennen und erinnern klangästhetisch an die Live-Alben der Lou Reed-Bands der 70er Jahre. »Aurinko, Kuu Ja Kaikki Muu«, auf Deutsch »Sonne, Mond und alle(s) andere(n)« schaltet einen Gang zurück, brilliert aber mit – mal wieder – eingängigem Refrain und weiblichen Background-Vocals. »Poika Sateessa«, der Junge im Regen, changiert zwischen relaxed und unterschwellig bedrohlich, dazu kommt die Sängerin Dimitra Salo. Auch »Alkukantaisuus« ist ein herausragender Song. Thematisch beschäftigt sich Röyhkä wie üblich mit Beziehungen, Sex und Sünde – »ETELÄN PETO« gehört zu den besten Alben von Kauko Röyhkä! (tjk)



Siehe auch:
Röyhkä & Pyysalo
Röyhkä & Mattila

Kauko  Röyhkä: Etelän Peto

   

Aamuöiseen Sateeseen
(2016, Svart Records SVART 048 CD)

»In den Regen der zweiten Nachthälfte« begibt sich Kauko Röyhkä auf dieser CD (für das Wort »Aamuyö«, also »Morgennacht«, gibt es im Deutschen keine Entsprechung). Ebenso wenig entspricht diese CD der üblichen Qualität der Werke Kauko Röyhkäs.

Obwohl es gar nicht schlecht beginnt, die erste Hälfte der CD hat wirklich gute Songs: Neben dem Titeltrack ragen »Lauralle« (für oder an Laura), »Paha Maa« (Schlechtes Land) und »Hippityttö Helvetistä» (Dt.: Das Hippiemädchen aus der Hölle) heraus. Die zweite Hälfte ist jedoch schwächer. Der Sound ist rockig, aber durchaus altersgerecht: Röyhkä gönnt seinen Songs durchweg einen Kontrabass (Mikko Hellström), Percussion (Janne Riisiö), ein paar Tastenklänge (Jouni Pusa, auch Drums), allerdings wenig krachende Gitarren – die spielt er nämlich selber. Vielleicht hätte er dafür besser einen Spezialisten engagiert – in diesen Regen begeben wir uns nicht. (tjk)

   

Jumalan Lahja
(1993, Herodes/EMI 777-7 81467 2)

Nicht nur mit dem Titel geht Kauko Röyhkä nach »TYTTÖJEN YSTÄVÄ« einen Schritt weiter: Nichts weniger als »Geschenk Gottes« bedeutet »JUMALAN LAHJA« auf Deutsch. Es wird ein gutes Stück härter, aber Röyhkä bleibt bei teils sehr eingängigen Melodien und packenden Riffs. Röyhkä interessierte sich zu dieser Zeit sehr für Okkultismus, Satanismus und schrieb entsprechende Texte. Mit dem Cover sowie einem TV-Interview sorgte er zudem für einen mittleren Skandal.

Eine ganze Reihe starker Songs hat er hier aufgefahren: Er beginnt mit »Kultainen Aasi«, also dem Goldesel. »Noita« tönt herrlich lasziv, »Faarao« und »Lilith« sind Klassiker, gegen Ende wird es mit »Saksalaisten Tuho« (Der Untergang der Deutschen) und dem Titelsong deutlich düsterer. In der Band sind neben Röyhkä und Timo Vikkula die neuen Ari Vaahtera am Bass und Tero Kling am Schlagzeug. In jedem Fall ist »JUMALAN LAHJA« eine der bedeutendsten CDs von Kauko Röyhkä. (tjk)

   

Tyttöjen Ystävä
(1991, Herodes/EMI 50999 729798 2 2)

»TYTTÖJEN YSTÄVÄ« ist die 12. CD von Kauko Röyhkä, und die zweite ohne seine erste wichtige Band Narttu. »DER FREUND DER MÄDCHEN«, so der Titel auf Deutsch, ist gleichzeitig seine erste auf dem Label Herodes, was für seine weitere Karriere nicht unwichtig war. Ohne Narttu wurde in seiner Combo Timo Vikkula an der Gitarre zum wichtigsten Mitstreiter, daneben sind Martti Salminen (Gitarre, Keyboards), Pekka Gröhn am Bass und Gabi Hakanen am Schlagzeug in der Band, Costi Suhonen hat einen feinen Auftritt als Gesangspartnerin in »Hän Toiselta Puolelta«.

Schon er Opener »Kevät« (Dt.: Frühling) wurde zum Hit, wie die gesamte Platte. Einige Songs haben Hitpotential hier, beispielsweise »Mulla Ei Ole Mitään« (Dt.: Ich hab nichts) mit Badu (N’Diaye von Piirpauke) an Gitarre und Talking Drums – auch das folgende »Sun Puolella« bleibt hängen. Röyhkä traf den Nerv der aufgeklärten Jugend und der reiferen dazu – bei Röyhkä sind die Texte mindestens so wichtig wie die Musik, schließlich ist er als Autor ebenso bedeutend wie als Rocksänger. Musikalisch bewegt sich »TYTTÖJEN YSTÄVÄ« zwischen Suomi Rock und leichten Anleihen an Pop, der Mädchenfreund hat musikalisch zumindest kaum jemanden verschreckt – erst im letzten, sehr langen Stück wird es richtig düster und fordernd. Griffige Melodien, eine schnörkellos agierende Band und Röyhkäs Charisma machten dieses Album zu einem Erfolg – dem weitere folgen sollten. (tjk)



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