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Alle Rezensionen zu Less Win
(Genre »Rock«, Land »Dänemark«)

 

Given Light
(2020, Big Oil Recording)

Lärm trifft Leidensdruck: Die dänischen Post-Punks Less Win zelebrieren auf ihrem dritten Album »GIVEN LIGHT« die hohe Kunst des Aufbegehrens gegen all das, was sie innerlich und äußerlich bedrückt. Aber wer bei all diesen heulenden Gitarren und dem rotzigen Gesang von Casper Morilla genau hinhört, der entdeckt durchaus eine straßenköterige Poesie in den Lyrics und eine Lust an der Auseinandersetzung mit der westlichen Hochkultur sowieso: Im atemlosen »Root & Branch« geht es um die potenziellen Gefahren des von den alten Griechen erfundenen Konzepts der Demokratie. Ganz klar: Less Win sind keine hohlen Prolls und haben ihren Sokrates gelesen. Wenn man nach musikalischen Vorbildern der Dänen sucht, dann fallen unweigerlich die stilbildenden intellektuellen 80er-Rebellen Gang Of Four ein. Ganz besonders deutlich werden die Parallelen im reduzierten, von Sprechgesang geprägten »The Hanging«.

Ansonsten hat sich die Rezensentin nach Kräften bemüht, die angebliche vorhandenen Flamenco-Einflüsse des Albums herauszuhören. Denn Casper Morilla (übrigens auch bei Iceage aktiv) hat sich laut Promotext in den vergangenen Jahren intensiv mit der Flamenco-Kultur beschäftigt. Der Albumtitel soll sich auf den spanischen Begriff für Gebären beziehen. Allein, ich kann hier beim besten Willen keine Referenzen an Altmeister Paco de Lucia entdecken. Vielleicht haben sich Less Win allein von der Heftigkeit und Dringlichkeit des Flamencos inspirieren lassen? (emv)



Siehe auch:
Iceage

 Less Win: Given Light

Offizielle Website

Offizielle Website      https://lesswin1.bandcamp.com/releases



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