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Alle Rezensionen zu Tuomari Nurmio
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Dumari Ja Spuget
(2013, Ratas Music 0513)

Zu Beginn schickt Tuomari Nurmio den Hörer gleich durch ein Wechselbad der Stile und Gefühle: »Spiidi Pirinen« frönt dem Oldtime-Jazz, »Sörkän Satakieli« könnte aus Elvis‘ mittelspäten Jahren stammen, »Kilomies« und »Sniidu Friidu« stehen zwischen Suomi-Twang und Rock’n’Roll der frühen 60er Jahre – in jedem Fall ist Tuomari Nurmio voll auf der Höhe und begeistert mit einem abwechslungsreichen und ebenso schlüssigem Album.

Textlich ist das schwer zu verstehen, weil sich Nurmio dem neuesten Helsinki-Slang bedient – wer hier nicht up to date ist, hat wenig Chancen, die abgedruckten Texte helfen auch nur bedingt. Dafür ist die Musik richtig gut, Miikka Paatelainen (Gitarre, Dobro, Steel-Guitar), Mitja Tuurala (Kontrabass und Orgel) und Longtime-Companion Markku Hillilä am Schlagwerk samt Bläser-Section machen das hervorragend. Nurmio ist toll bei Stimme, in »Tonnin Stiflat« gibt er den Waits, danach schwirrt die CD stilistisch umher wie ein Bienenvolk. Diesen Mann zu hören ist immer wieder ein Genuss! (tjk)



Siehe auch:
Tuomari Nurmio & Alamaailman Vasarat
Tuomari Nurmio & Hugry Tribal Marching Band

Tuomari Nurmio: Dumari Ja Spuget

Offizielle Website

Offizielle Website      https://tuomarinurmio.fi

   

Paratiisin Puutarha
(2010, Ratas Music 0310)

Der »Paradiesgarten« oder Garten Eden, so »PARATIISIN PUUTARHA« auf Deutsch, befand sich der Legende nach im Orient, und so nimmt uns Tuomari Nurmio gleich in »Naulaa« eben dorthin: Mit Rhythmen zwischen Arabien, Latin und Shuffle und orientalischen Melodien, insbesondere von den Bläsern. Selbstverständlich hat Nurmio auch hier wieder die Creme des finnischen Rock und Jazz am Start.

»PARATIISIN PUUTARHA« ist im Vergleich mit früheren exzessiven Werken erheblich – wie soll man’s nennen: zivilisierter, erwachsener, kontrollierter? In jedem Fall sehr sorgfältig gedacht und gemacht, von Anfang bis Ende: Die Stücke sind klug komponiert und arrangiert, die CD ist toll gemixt und produziert – Nurmios Texte sind ohnehin über jeden Zweifel erhaben. »Tuomion Päivä« groovt herrlich relaxed, auch dank Abdissa Assefas Percussion. »Rakkautta Rahalla Et Saa« (etwa: Das Geld kauft Dir keine Liebe) kommt auch gut, »Syylinen« eher rockig mit Schweineorgel. In »Hunajainen Kuu« (Honigmond) frönt er seiner Passion für frühen Jazz – an der Trompete Verneri Pohjola. »Lemmensairas« könnte auch eine späte Elvis-Ballade sein, das folgende »Sähkö!« (Strom!) klingt wie akustischer Techno mit HipHop-Anleihen: »Sex ist Strom, Strom ist Sex«. Bei einigen Stücken hat er sogar ein Streichoktett dabei, ansonsten viele Bekannte: Miikka Paatelainen, Pekka Gröhn (auch bei Kauko Röyhkä lange zugange), Hepa Halme, Janne Haavisto und Janne Toivonen. »PARATIISIN PUUTARHA« ist verdammt gut – einen schöneren Garten Eden hat man nie gehört. (tjk)



Siehe auch:
Verneri Pohjola
Hepa Halme
Kauko Röyhkä
Janne Haavisto



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