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Alle Rezensionen zu Mei River
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Tall Trees That Never Fell
(2020, Sony Music)

Ein Statement muss ich vorwegschicken: Fliederfarbene Trainingsanzugs-Oberteile gehen bei aller Retro-Begeisterung für die 80er im Stil von »Stranger Things« überhaupt nicht: Aua, das ist grenzt an farbliche Körperverletzung! Zu dumm nur, dass Mei River alias Fredrik Eriksson auf seinen Promo-Shots ein besonders scheußliches Exemplar dieser Gattung trägt. Gibt dicke Abzüge in der B-Note für den künstlerischen Eindruck! So weit schon verstimmt, bin ich auch bei den Songs seiner Debüt-EP »TALL TREES THAT NEVER FELL« wenig nachsichtig. »Ganz nett, mehr auch nicht«, lautet das wenig schmeichelhafte Urteil. Denn Herr Mei River, dieser blasse, blonde Jungspund, ist eine kleine Heulsuse. Weint im gefühlsbetonten »Her« ausführlich seiner Verflossenen nach. Gefälliger Herzschmerz-Elektropop ist das, der höchstens durch die Ukulelen-Klänge zum Ende hin noch gerettet wird.

»Verlorenheit, Einsamkeit und eine niedergeschlagene Stimmung ziehen sich durch die gesamte EP«, behaupetet der Promo-Text. Ob es dem Schweden damit gelingt, den »kollektiven Gemütszustand der gesamten Post-Millennium-Generation« auf den Punkt zu bringen, wage ich doch sehr zu bezweifeln. Vor allem, weil er im Track »Peter Parker« eine abrupte Kehrtwende in Richtung R&B/Hip-Hop vollzieht. In »17«mutiert er dann zum melancholischen Zuckerbäcker-Synthie-Melodramatiker. Nicht Fisch, nicht Fleisch, nicht Irgendwas. »Frederik!«, möchte man ihm zurufen. »Bitte iss doch mal ein Butterbrot mit dick Nutella drauf, vielleicht entwirrt sich dann der dicke Knoten in Deinem Kopf.« (emv)

 Mei River: Tall Trees That Never Fell

Video-Link



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