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Alle Rezensionen zu Janice Prix
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Waking
(2020, popup-records)

Melodrama, Baby! »WAKING«, das Debütalbum des schwedischen Trios Janice Prix, schwelgt ausgiebig in düsterem Synthie-Weltschmerzpop. Plus einer guten Prise Teenage Angst. Gefühle kommen hier grundsätzlich in Cinemascope daher. Ach, unverstandene Jugend, ach ewiges Außenseitertum! Die Drei aus der Industriestadt Trollhättan erzählen dazu noch eine allzu gut ins Bild passende Mobbing-Geschichte: Arg angefeindet habe man sie in der örtlichen Musikszene, die eher auf härtere Töne steht, bis hin zu gefakten Todesanzeigen an die Adresse der Bandmitglieder. Das scheint angesichts der doch sehr angepassten, wenn nicht gar allzu harmlosen Töne der Schweden dann doch etwas übertrieben. Denn ein Herzschmerz-Song wie »Where Did We Go Wrong?« würde mit seinem Stampf-Stampf-Refrain als schwedischer Beitrag zum Eurovision Song Contest keinesfalls aus dem Rahmen fallen.

Echter Schmerz, ihr Lieben, klingt nicht so elegant und dekorativ wie im Titelstück! Aber hey! Wer seine melancholischen Stimmungen pflegen, aber nicht allzu sehr in Trübsinn verfallen will, ist beim letztlich doch seelenschmeichelnden Titelstück bestens aufgehoben. An die samtige Düsternis ihrer dänischem Vorbilder Kent reichen Janice Prix (wer soll das übrigens sein? Mann? Frau? Sonderangebot beim Textil-Discounter?) allerdings nicht heran. Denn sie schielen mit Songs wie »Nobody Would Know« oder der Piano-Schmonzette »Glitch« doch allzusehr in Richtung Mainstream. Man reiche mir jetzt bitte ein Glas Essiggurken, damit ich mich von diesem Zuckerschock erhole. (emv)



Siehe auch:
Kent

 Janice Prix: Waking

Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      www.janiceprix.com



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