Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Rules
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Rules
(2020, Soliti Soli082)

Es ist kompliziert. Viel komplizierter, als es beim ersten Hören scheint. Denn Rules, das Trio um Sängerin Iiti Yli-Harja, bedient auf seinem selbst betitelten Debütalbum nur oberflächlich alle Erwartungen, die wir an introvertierten Synthiepop in der großen britischen Tradition der 80er Jahre haben: Himmelhohe Gefühle, smarte Seelenpein und jede Menge Mitzwanziger-Angst. Denn die Drei beschäftigen sich intensiv mit griechischer Mythologie, Film und Spukgeschichten Und nicht zuletzt mit der weiblichen Erfahrung von Romanheldinnen wie Emily Brontes Catherine oder J.M. Barries Wendy. Mit abgehobener Analyse hat Bandmitglied Sara Keppola, die für die Texte verantwortlich zeichnet, aber nichts zu tun: Sehr sinnlich, sehr differenziert und aus überraschenden Blickwinkeln nähert sie sich ihren Sujets an. Die Songs stammen von Iiti Yli Harja, die wir als Teil der legendären finnischen Krawallmädels-Combo Pintandwefall kennen.

Yli Harjas Stimme ist wendig und ausdrucksstark und changiert von mädchenhaft (das balladige »Terry«) über süßlich-poppig (die Disco-Hymne »Eleanor«) bis zu Expeditionen gen exotischen Sounds in »Kakufu´s Wife«. Mit »Lounge Act« haben Rules ein Nirvana-Cover dabei, das gekonnt zwischen Selbstbewusstsein und Verletzlichkeit irrlichtert. Wer über die heutzutage rare Eigenschaft der Geduld verfügt, wird hier immer wieder neue Zwischentöne entdecken. Und trotzdem unter der Glitzerkugel abtanzen! (emv)



Siehe auch:
Pintandwefall

 Rules: Rules

Video-Link



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2020, Design & Programmierung: Polarpixel